Regensburg 05.03.2012, 11:23 Uhr

Ironman: Ist nach 2014 Schluss?

Die kritischen Äußerungen des Geschäftsführers lassen aufhorchen. Die Stadtverwaltung will „in Ruhe entscheiden“.


        2010 überquerte Faris Al-Sultan als Erster die Ziellinie beim Regensburger Ironman. Foto: Lex

2010 überquerte Faris Al-Sultan als Erster die Ziellinie beim Regensburger Ironman. Foto: Lex

Von Jürgen Scharf, MZ

Regensburg. Der Ironman 2012 wird weitaus weniger Teilnehmer haben als in den ersten beiden Jahren. Dies sagte Ironman-Geschäftsführer Kai Walter in einem Interview in der Samstagsausgabe der Mittelbayerischen Zeitung. Grund sei die Vorverlegung des Termins von August auf Juni. Zu diesem Schritt hatten sich Veranstalter und Behörden insbesondere aufgrund der Beschwerden der Landwirte entschlossen. Diese bemängelten, dass der Ironman im August Probleme bei ihrer Ernte bedeute, da die Radstrecke dann Zufahrtswege zu den Feldern blockiere.

Walter äußerte sich auch in punkto Zukunft des Ironman zurückhaltend. Der Fünfjahresvertrag mit der Stadt läuft noch bis 2014. „Na ja, zunächst einmal haben wir einen Vertrag über fünf Jahre. Man sollte nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn es mal nicht wie gewünscht läuft“, sagte Walter. Er macht aber kein Geheimnis daraus, dass die „gewaltige Finanzierungslücke“, die sich durch die Terminverschiebung ergebe, ein Problem sei. Im Rahmen der bekannten Kritik an der geringen Medienresonanz des Regensburger Ironmans nahm er die Menschen vor Ort in die Pflicht: „Das hängt auch mit der Akzeptanz in der Region zusammen.“

Bürgermeister Gerhard Weber, der das Sportreferat leitet, bestätigte am Montag der MZ, dass es 2012 einen abgespeckten Ironman geben wird. „Das hat mir Herr Walter bereits persönlich mitgeteilt. Nach der Terminverschiebung musste man damit auch rechnen.“ Weber sagt, dass es nun darum gehe, für die kommenden beiden Jahre wieder einen „attraktiveren Termin“ zu finden. Wann der sein könnte, ließ er offen: „Man muss hier zunächst mit allen Beteiligten sprechen.“

In punkto Zukunft des Ironman wollte Weber keine Wasserstandsmeldungen abgeben: „Wir werden das zu gegebener Zeit in Ruhe mit den Veranstaltern besprechen und entscheiden.“ Er habe aber Signale von den Veranstaltern erhalten, „dass diese sich auch vorstellen können, über 2014 weiter in Regensburg zu bleiben“.

Der Fraktionschef des Koalitionspartners im Stadtrat, Norbert Hartl, äußerte sich gegenüber der MZ ergebnisoffen. „Man muss sich das sicher mal anschauen. Aber mein Leben hängt nicht daran“, sagte der SPD-Politiker: „Die Welt geht jedenfalls nicht unter, wenn wir den Ironman nicht mehr haben.“


 

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