Ein Fußball-Fest bei Kaiserwetter
Knapp 11.000 Fans sahen am Freitag das 1:1 des SSV Jahn gegen den KSC. Bis zum Spielende verlief alles friedlich.
Die Tribünen waren proppenvoll – und die Jahn-Fans feuerten ihr Team bis zum Schluss an.
Regensburg. Das Relegationsspiel des SSV Jahn Regensburg gegen den Karlsruher SC am Freitagabend wurde das erwartete Fußball-Fest. Bei schönstem Frühsommerwetter mit Temperaturen bis zu 30 Grad pilgerten fast 11.000 Fans ins Stadion an der Prüfeninger Straße. Bis um 23 Uhr meldete die Polizei keine größeren Zwischenfälle.
Bereits um 19 Uhr war in der Innenstadt die Vorfreude auf das große Spiel zu spüren. Viele Jahn-Fans begaben sich da in rot-weißer Aufmachung zum Stadion in Prüfening. An den Bushaltestellen sammelten sich die Menschen. Dazwischen tummelten sich etliche Lederhosen und Dirndln, schließlich fand am frühen Freitagabend auch der Anstich auf der Maidult statt. Hier wurden ebenfalls etliche Fußball-Fans gesichtet, die sich zur Einstimmung auf den Abend schon eine Maß Bier genehmigten.
Gefährliche Kombination
30 Grad, Dult-Auftakt und Menschenmassen – diese Kombination ließ bei der Polizei bereits im Vorfeld die Alarmglocken schrillen. „Bislang ist alles sehr friedlich verlaufen, aber man muss abwarten, wie sich insbesondere der Alkoholkonsum noch auswirken wird“, sagte Polizeisprecher Michael Rebele in der Halbzeit des Spiels zur MZ.
Für ein mittleres Verkehrschaos hatte die Anreise der 3200 Karlsruher Fans, die zum großen Teil mit Privatautos kamen, gesorgt. „Es war rund um die Innenstadt sehr zähflüssig, das war leider auch zu erwarten“, sagte Rebele. Viele der Autos mit Karlsruher Kennzeichen konnten bei hektischer Parkplatzsuche beobachtet werden. „Hauptsache, wir sind jetzt da“, meinte einer der KSC-Fans, als er zusammen mit seinem Kumpels in der Ladehofstraße endlich eine Parklücke gefunden hatte.
Viele Ehrengäste im Stadion
Im Stadion tummelten sich derweil viele Ehrengäste, zum Beispiel Trainer wie Michael Wiesinger oder Günter Güttler. Ex-Jahn-Coach Güttler wurde beim Anblick des vollen Stadions ganz wehmütig. Dass er einst den Jahn verlassen hatte, bezeichnete er gegenüber der MZ als „meinen größten Fehler“. Am Freitag drückte er seiner alten Truppe kräftig die Daumen. Ein paar Plätze weiter verfolgte Rewag-Chef Norbert Breidenbach das Spiel.

