Regensburg ließ sich von Sakralbauten faszinieren
Tausende Menschen strömten zu Welterbetag und Kirchennacht. Veranstalter-Fazit: „Besser hätt’s nicht laufen können.“
St. Anton Samstagnacht: Licht und Musik ließen die Kirche neu erleben. Foto: altrofoto.de
Regensburg.
Die Regensburger feierten am Wochenende Welterbetag und die Nacht der offenen Kirchen. Dutzende Führungen und Aktionen, viele extra für das Wochenende entwickelt, machten neue Facetten Regensburger Sakralbauten aus dem frühen Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert deutlich. Die 1000 zur Verfügung stehenden Tickets hätte man mehrfach ausgeben können, so groß war das Interesse der Menschen, schilderte Welterbe-Koordinator Matthias Ripp am Sonntag. Die Veranstaltung, die bei Regensburgs Bettelordenskirchen einen Schwerpunkt setzte, wirke über den Tag hinaus, betonte Planungsreferentin Christine Schimpfermann; viele Besucher hätten viele neue Aspekte über das Welterbe mitnehmen können. Das vielseitige Angebot habe ein sehr gemischtes Publikum ansprechen können, von Kindern, die sich an drei Stationen bei einer Stadt-Rallye spielerisch mit dem für sie sonst eher langweiligen Thema Kirchen befassten, bis zu jungen Paaren und Senioren. Das Programm sei nur dank eines Kreises von Kooperationspartnern möglich gewesen; rund 100 Akteure waren im Einsatz.
„Besser hätt’s nicht laufen können“, das war auch der Tenor der Veranstalter der ökumenischen Kirchennacht. „Wir haben König Fußball besiegt“, scherzte City-Seelsorger Dr. Werner Schrüfer am Sonntag. Nach einem Farbkonzept der Hamburger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn und des Experimentalmusikers Heinz Grobmeier wurden neun ausgewählte Gotteshäuser spirituell und intensiv erfahrbar, von der mystisch anmutenden Stephanskapelle unter dem Domkomplex bis zur nüchternen Kirche St. Anton aus dem 20. Jahrhundert. Vier Stunden lang veränderten Licht und Musik die Anmutung der Sakralbauten. Die Besucher ließen sich auf die Sinneseindrücke ein, betonten Meyer-Hahn und Dr. Maria Baumann von den Diözesansammlungen. Bis Mitternacht, so Grobmeier, riss der Strom von Menschen in den Kirchen nicht ab und selbst zum Abschlusskonzert ab 23.30 Uhr in der Dominikanerkirche waren sämtliche Plätze belegt.
Die Besucher reagierten mit Begeisterung auf das Angebot. Eine Familie aus Hannover, die jedes Jahr mehrere Welterbestädte ansteuert, sagte: „Was Regensburg bietet, gibt es nirgendwo sonst.“







