Presseclub: Wolbergs wettert gegen Ironman
Wenn er Oberbürgermeister werden sollte, wird er den Vertrag nicht verlängern.
Joachim Wolbergs im Presseclub
RegensburG.
Eineinhalb Stunden lang ließ sich Bürgermeister Joachim Wolbergs bei einer Fragestunde im Presseclub am Donnerstagabend von Regensburger Journalisten löchern. Bei den Sachthemen bezog er in punkto Einkaufs von externen Sportveranstaltungen klar Position. Der Ironman-Vertrag würde mit ihm als Oberbürgermeister nicht verlängert werden. Genauso sei er froh, dass der „Kelch der U-23-Leichtathletik-Europameisterschaft an Regensburg vorbei gegangen ist“. Beide Veranstaltungen hätten laut Wolbergs im Vergleich zum Aufwand viel zu wenig Werbeeffekt für Regensburg. Er wolle, wenn er denn 2014 gewählt werde, die regionalen Sportveranstaltungen – Marathon, Arber-Radmarathon, Leichtatletik-Gala – stärken.
Kurios: Wolbergs und seine SPD-Fraktion hatten im Stadtrat sowohl für den Ironman wie auch für die U-23-EM gestimmt. „Aber da habe ich meine Meinung jetzt geändert.“ Wolbergs sagte bei der Fragestunde, er sei lernfähig und überdenke Positionen. „Wenn ich dann sehe, dass ich falsch liege, dann ändere ich sie auch.“
Wenn er OB werden sollte, wolle er die bisherige Wirtschaftspolitik fortsetzen: „Man muss nichts ändern, was gut ist.“ Ansonsten liegen ihm vor allem soziale Themen am Herz. „Da konnten wir in den letzten vier Jahren schon einiges schaffen, aber das reicht mir noch nicht.“ Vage blieb Wolbergs bei seinen politischen Visionen. Wie er sich Regensburg im Jahr 2030 vorstelle? Da habe er keine Vorstellung, entfuhr es ihm.
Und warum er überhaupt Oberbürgermeister werden will: „Weil ich mich in Regensburg sauwohl fühle und die Menschen hier sehr mag.“

