Regensburg 18.06.2012, 17:36 Uhr

Jahnstadion: Umbau ist gestartet

Die „Operation Zweitligatauglichkeit“ läuft. Verein und Stadt sind weiter zuversichtlich: Bis Ende Juli sollen alle Arbeiten fertig sein.

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Mit schwerem Gerät ging es dem Rasen im Jahnstadion am Montag an den Kragen. Foto: Lex

Mit schwerem Gerät ging es dem Rasen im Jahnstadion am Montag an den Kragen. Foto: Lex

Von Sebastian Heinrich, MZ

Regensburg. Das Jahnstadion wird fitgemacht für die neue Saison: Seit Montagvormittag laufen die Arbeiten für die Verlegung der Rasenheizung – ein Teil der von der Deutschen Fußballliga (DFL) geforderten Maßnahmen, mit denen die seit 1926 bestehende Spielstätte ein letztes Mal zweitligatauglich gemacht wird. Die Planung für die anderen Arbeiten, die bis zum Saisonstart am ersten Augustwochenende abgeschlossen sein müssen, steht. Jahn und Stadt Regensburg äußerten sich auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag zuversichtlich, dass die Arbeiten an Tribüne, Beleuchtung, Medienbereich und Kabinen noch bis Ende Juli fertig sein werden.

Jahn-Geschäftsführer Johannes Baumeister fasste alle Maßnahmen zusammen, die absolut unabdingbar sind, um die DFL-Vorgaben zu erfüllen: eine Zusatztribüne im nördlichen Teil des Stadions mit 1686 Steh- und 1218 Sitzplätzen, neue Kameratürme für Fernsehübertragungen, zusätzliche Plätze auf der Pressetribüne, die Einrichtung einer „Mixed Zone“ für Interviews nach dem Spiel, größere Umkleidekabinen für Spieler und Schiedsrichter, eine Notstromversorgung für TV-Kameras und Beleuchtung, eine mobile Lautsprecheranlage. WC-Anlagen, Verpflegung und die Geschäftsstelle werde man auch verschönern. Dafür gebe es aber keine zwingenden Fristen. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen könne man „grob“ auf 1,2 Millionen Euro beziffern – wobei sich davon laut Baumeister nur knapp 500000 Euro im Jahresergebnis des Jahn niederschlagen werden. Zum Einen, weil die Stadt 418000 Euro übernimmt (MZ berichtete) – zum Anderen, weil nach Angaben des Jahn ein Teil der Kosten aus Mietkosten und künftigen Betriebskosten besteht.

Weil die Stadt sich als Eigentümerin an den Umbaumaßnahmen beteiligt, müssen am Donnerstag Sport- sowie Finanz- und Verwaltungsausschuss des Stadtrats der Planung zustimmen. Sportbürgermeister Gerhard Weber ist sich der Zustimmung sicher. Aus seiner Sicht gibt es zu den Planungen „keine Alternative“. Weber verteidigte die Investitionen der Stadt in das alte Jahnstadion. Man investiere in städtisches Eigentum – und vor allem in die Sicherheit der Zuschauer.Das betreffe vor allem Fluchtwege und Beleuchtung. Als verbesserte Fluchtwege werden nun an den Stadionausgängen zur Lessingstraße und zur Dechbettener Straße Schneisen in die Zuschauerränge geschlagen, damit Flüchtende im Ernstfall nicht mehr an Treppen hinauf und hinab stürmen müssen und schneller ins Freie kommen.


 

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