Regensburg 22.06.2012, 16:13 Uhr

Schleife für das Guinnessbuch

Ein Bündnis strickt für die Aids-Hilfe: Ein Rekordversuch soll das Thema in die Köpfe der Menschen bringen. Los geht’s beim Ostengassenfest.

Der erste Meter ist geschafft. Die beiden Unicef-Aktiven Renate Piehorsch (links) und Ingrid Malz stricken schon mal vor. Foto: Klein

Der erste Meter ist geschafft. Die beiden Unicef-Aktiven Renate Piehorsch (links) und Ingrid Malz stricken schon mal vor. Foto: Klein

Von Heinz Klein, MZ

Regensburg. Das Regensburger Aktionsbündnis gegen Aids (RAgA) mit Unicef und der Kinderaidshilfe Südafrika an der Spitze hat sich etwas Großes vorgenommen: Einen Weltrekord stricken und häkeln. Die größte Aids-Schleife der Welt soll entstehen. Damit will das Bündnis ins Guinnessbuch der Rekorde – und mit dem Thema Aids und Solidarität in die Köpfe möglichst vieler Menschen gelangen.

In Regensburg soll ab sofort gestrickt und gehäkelt werden: In Altenheimen, vielleicht im Handarbeitsunterricht an Schulen, in der Uni, in Vereinen und Wartezimmern und wo immer Menschen weilen, die guten Willens sind und ein bisschen Zeit sowie zwei Nadeln und rote Wolle haben. Jeder strickt oder häkelt einen Streifen beliebiger Breite und der genauen Länge von 50 Zentimeter.

Traumziel: Ein Kilometer

Die gestrickten Teile kann man an verschiedenen Stellen abgeben. Sie werden dann nach und nach aneinander genäht. Bis zum Weltaidstag am 1. Dezember 2013 soll die Schleife der Solidarität so lang sein, dass sie ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wird. „Ein paar hundert Meter könnten es schon werden“, sagt die Unicef-Aktive Renate Piehorsch. „Ein Kilometer wäre das Traumziel“, meint Birgit Beck von der Kinderaidshilfe Südafrika. Die beiden stellen der MZ die ehrgeizige Aktion vor, die sie bereits beim Guinnessbuch angemeldet haben. Das Bewerbungsverfahren läuft derzeit.

Aids ist nach wie vor eine weltweite Katastrophe. Jeden Tag sterben mehr als 5000 Menschen an Aids. Doch es sei schwer geworden, die Öffentlichkeit mit dem Thema anzusprechen, sagen Piehorsch und Beck. Das Thema sei unangenehm, das Problem riesengroß und abstrakt. Und was könne ein einzelner Mensch schon gegen Aids tun? Jetzt lautet die Antwort: Stricken!

Richtig los geht es am 13. Juli, wenn das Regensburger Aktionsbündnis gegen Aids zum 9. Mal zur Nacht der Solidarität einlädt. An diesem Tag wird beim Ostengassenfest ab 16 Uhr mit dem Stricken und Häkeln für die längste Solidaritätsschleife der Welt begonnen. Freilich kann jeder schon vorher beliebig breite, aber stets 50 Zentimeter lange Teile stricken, „gerne mit verschiedensten Mustern, aber bitte nur in roter Wolle, kein rosa oder lila“, betont Renate Piehorsch.


 

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