Zehn Bands am Schlachthof
Beim ersten Open-Air-Festival auf dem Areal im Regensburger Stadtosten hatten die Gäste die Qual der Wahl: Zehn Gruppen aus der Region gastierten.
Regensburg. Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich rund 300 Menschen am Wochenende zum Auftakt des „Musikkult-Festivals“ zum Alten Schlachthof. Das Publikum wurde Zeuge des ersten Open-Air-Festivals auf dem Gelände im Stadtosten, der sich gerade – Stichwort Marina-Quartier und Candis – kräftig entwickelt. Zwei Tage lang, am Freitag und am Samstag, gastierten dort zahlreiche Bands aus der Region.
„Es war ein Kraftakt, alles zu organisieren“, erklärte Giselher Gollwitz, Leiter der Musikinteressengemeinschaft Musikkult, „ aber es hat sich definitiv gelohnt.“ Seit zwei Jahren organisiert er ehrenamtlich Musikabende in der Gaststätte „Alter Schlachthof“, um unbekannten Musikern und jungen Bands eine Möglichkeit für ihre ersten Bühnenerfahrungen zu bieten. Nun sei es daran gewesen, noch bekannter zu werden, erläuterte Gollwitz. Zu diesem Zweck wurde das eintrittsfreie Festival organisiert.
Freiheit ist hier Trumpf
„Mir ist es sehr wichtig, unsere Veranstaltungen langfristig zu etablieren. Denn ein Konzept wie unseres gibt es in Regensburg bislang noch nicht“, sagte Giselher Gollwitz. Das Konzept bestünde vor allem „aus der Freiheit, alles zu tun“: Bands, die gern improvisieren und Spaß an der Interaktion mit dem Publikum haben, seien deswegen besonders gerne am Alten Schlachthof gesehen. „Bei uns gibt es viel Jazz, Blues und Rock. Aber auf ein bestimmtes Genre möchte ich mich eigentlich gar nicht festlegen, um uns Musikern alle Freiheiten zu geben und alle Möglichkeiten offen zu lassen“, verriet Gollwitz, der selbst in verschiedenen Bands spielt.
Eben auf diese Freiheit käme es bei Musikkult besonders an. Man wolle die Band kennenlernen und nicht nur ein bestimmtes Programm abspulen. Ein Konkurrenzdenken der Musiker sei deshalb sowohl beim Open-Air-Festival als auch bei den Musikabenden fehl am Platz, Gollwitz: „Wir wollen Leute kennenlernen, mit denen wir Musik machen können. Hier haben sich sogar schon Bands aufgebaut.“
„Das Feeling überträgt sich“
Das „Feeling“ überträgt sich auch auf das Publikum, sagt Gollwitz. Das sehe man vor allem an der starken Resonanz der Musikkult-Abende sehen. Der Initiator freute sich über die gute Stimmung beim Festival: „Es gibt unglaublich viele Musiker, die tolle Musik machen. Es wäre zu schade, wenn sie immer nur in ihrem stillen Kämmerlein spielen dürften.“





