Schwandorf 09.07.2012, 13:36 Uhr

Krokodil ist kaum gefährlich

Am zweiten Tag nach der Reptilien-Sichtung am Schwandorfer Klausensee fehlt von dem Tier noch jede Spur. Bislang gibt es keine neuen Hinweise.

Alexander Stromski vom Reptilienzoo Burgweinting gibt Entwarnung Foto: altrofoto.de

Alexander Stromski vom Reptilienzoo Burgweinting gibt Entwarnung Foto: altrofoto.de

Von Stephanie Thaler

SCHWANDORF. Die Suche nach dem vermeintlichen Krokodil im Schwandorfer Klausensee weitet sich aus. Mehrere Mehrere Taucher der Bereitschaftspolizei haben am Montag auf einem Boot die Wasseroberfläche abgesucht, um dem Reptil auf die Spur zu kommen. Neue Hinweise auf ein Raubtier gebe es bislang jedoch nicht. Am Samstag will ein Spaziergänger im Schilf des Sees ein ein Meter langes Krokodil gesehen haben. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr suchten auf Motorbooten und mit einem Hubschrauber daraufhin die Wasseroberfläche ab. Zwar hätten sie kurz den Kopf eines Tieres gesehen, das sofort abgetaucht sei. Ob es sich dabei um ein Krokodil oder beispielsweise einen Biber handelte, konnten sich jedoch nicht sagen. Der Badesee ist derzeit gesperrt. Derweil erklärt Reptilienexperte Alexander Stromski vom Reptilienzoo Burgweinting, um was für ein Tier es sich handeln könnte und ob es gefährlich ist.

Herr Stromski, das ein Meter lange Krokodil, das der Spaziergänger gesehen hat – was könnte das sein?

In Deutschland halten die Menschen hauptsächlich Stumpfkrokodile und Brillenkaimane. Die sind eher klein. Wenn so ein Tier einen Meter lang ist, kann es schon seine zehn, 20 Jahre auf dem Buckel haben. Selten werden auch Mississippi-Aligatoren oder südostasiatische Leistenkrokodile gehalten. Das sind dann größere Kaliber.

Was fressen die denn so?

Krokodile sind Karnivoren, das heißt Fleischfresser – und Allesfresser. Sie fressen alles, was fleischig ist und was sie kriegen können. Weil sie aber nur in und an Gewässern leben, essen sie vor allem Fische und Frösche, und ansonsten Kleintiere, die am Ufer leben, wie Ratten und Mäuse.

Warum gehen sie nicht von den Gewässern weg?

Sie lieben es feucht. Ihre Hautstruktur ist auf ein feuchtes Klima ausgerichtet.

Würde ein Krokodil, das ausgerissen ist, hinter einem Busch lauern und einen Menschen angreifen?

 

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