Schwandorf 10.07.2012, 07:03 Uhr

Kroko-Alarm sorgt für Großeinsatz

Die Polizei rückt der Panzerechse mit schwerem Gerät zu Leibe. Bereits am 1. Juli soll eine Frau im Klausensee eine Begegnung mit dem Tier gehabt haben.

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Mit schwerem Gerät rückte die Bereitschaftspolizei am „Mittleren Klausensee“ an. Foto: Dietmar Zwick

Mit schwerem Gerät rückte die Bereitschaftspolizei am „Mittleren Klausensee“ an. Foto: Dietmar Zwick

Von Dietmar Zwick

SCHWANDORF. Mit Tauchern und Booten haben sich Spezialisten der Bereitschaftspolizei am Montag auf die Suche nach dem mutmaßlichen Krokodil gemacht, das ein Spaziergänger am Samstagabend im „Mittleren Klausensee“ entdeckt haben will. Bis zum Abend blieb das Tier allerdings im Verborgenen. Allerdings meldete sich am Montagabend eine weitere Zeugin.

Bereits am 1. Juli soll die 44 Jahre alte Frau eine kurze Begegnung mit dem Tier gehabt haben, teilte die Polizei mit. Sie sei im Uferbereich zu ihrer Luftmatratze geschwommen, als plötzlich ein etwa ein Meter langes Tier mit einem langen Schwanz über sie hinweg geschwommen sei. Dabei habe sie sich eine sieben Zentimeter lange Kratzwunde zugezogen. Die Stadt Schwandorf hat indes für den „Mittleren Klausensee“ ihr Badeverbot bestätigt.

Wie bereits berichtet, entdeckte am Samstagabend ein Spaziergänger ein Tier mit einem 40 Zentimeter langen Schwanz. Er vermutete, es könnte sich um ein Reptil handeln. Die Suchaktion vom Sonntag mit Polizeihubschrauber, Wärmebildkamera der Freiwilligen Feuerwehr Schwandorf und des THW mit Booten brachte keinen Erfolg. Zwar wurde das Tier nochmals gesichtet, jedoch an der gegenüberliegenden Uferseite.

Am Montag gegen 10.30 Uhr traf eine elf Mann starke Einheit der Bereitschaftspolizei mit vier Tauchern, einem Schlauchboot und zwei größeren Booten aus Metall sowie weiterem Equipment am „Mittleren Klausensee“ ein. Das Medieninteresse war enorm.

Vier Mann suchten im Schlauchboot das Ufer ab. Aufgrund der Größe des Sees mache es keinen Sinn, mit Tauchern das Areal abzusuchen, erklärte Einsatzleiter Michael Kern. Kern hatte zuvor mit dem Tiergarten Nürnberg Kontakt aufgenommen, um sich zu erkundigen. Aufgrund der Schwanzlänge von 40 Zentimetern wird auf ein Tier mit einer Gesamtlänge von einem Meter geschlossen. Sollten die Einsatzkräfte das Reptil im Uferbereich sichten, was als vorrangiger Aufenthaltsort gilt, so soll es mit einer Schlinge um den Kopf an Land gebracht und dort fixiert werden. Da aber diese Reptilien sehr scheu sind, werden sich vermutlich schnell abtauchen, was dann die Taucher auf den Plan rufen würde. Bringt man die Panzerechse in Bedrängnis, so könnte es mit seinem Biss schmerzhafte Wunden zufügen, die aber nicht lebensbedrohlich seien, erklärte Kern weiter.

 

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