Bürgerliste sieht viel Positives – trotz Streit
Karl Zwerenz stellt die Einteilung im Gemeinderat Bodenwöhr infrage. Es gibt zudem eine neue Führung.
Alois Feldmeier (rechts) führt nun die Bürgerliste mit dieser neuen Mannschaft.
Bodenwöhr. Einen positiven Bericht gab Vorsitzender Karl Zwerenz bei der Jahresversammlung der Bürgerliste im Brauereigasthof Jacob ab. „Das politische Leben im Gemeinderat ist in letzter Zeit geprägt durch persönliche Angriffe und Unterstellungen, die mit einer von den Bürgern zu recht erwarteten Sacharbeit zum Wohl und Wachsen der Gemeinde nicht viel zu tun haben“, bezeichnete er die Rathaus-Politik. Man schäme sich, woanders hinzukommen, wenn man wegen dieser Themen angesprochen werde.
Rathaus und Lkw-Verkehr
Die Bürgerliste (BL) zählt zurzeit 35 Mitglieder. Sie stellt mit Richard Stabl den Bürgermeister und drei Gemeinderäte. Zwerenz stellte sich allerdings wegen beruflichen Auslastung nicht mehr zur Wahl. In Vorstandssitzungen wurden politische Themen abgearbeitet wie Neugestaltung des Rathauses, Straßenbau oder Schwerlastverkehr. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Ausweitung der Gewerbeflächen, erste Schritte gegen die Algenplage im Hammersee sowie die Einstellung einer Tourismusfachkraft sind erste Erfolge. Beim Baukostenzuschuss für Familien war man Vorreiter in der Region, und die „Storchenprämie“ – ein Vorschlag der SPD – helfe, junge Familien anzusiedeln. „Wenn die BL weiter solche Themen aufgreift und innovativ entwickelt, ist mir um die kommende Wahl nicht bange“ stellte Zwerenz heraus.
Zur Ortskernsanierung meinte er, dass es nicht sein kann, dass man hier bei der Hälfte stecken bleibe, weil eine Gruppierung oder der Bürgermeister nicht ins Weltbild der CSU passen. Der Grund der Finanzierbarkeit ist aus seiner Sicht nur vorgeschoben. Wenn sich die Stimmung im Gemeinderat nicht ändere, sollte man nachdenken, ob in Bodenwöhr die Einteilung des Gemeinderates nach Fraktionszugehörigkeit noch zeitgemäß sei. Sinnvoll wäre eine gemeinsame Liste von GR-Kandidaten, die unabhängig von CSU, SPD oder FWG eine sachorientierte Arbeit für die Bürger machen. Es gebe da Beispiele. Die BL sollte die Polemik aus der Gemeindepolitik herauszubekommen. Anfeindungen, Neid und Unterstellungen seien Grund für die BL gewesen, es anders zu machen.

