Schwandorf - Nachrichten 27.04.2012, 15:55 Uhr

Festspieler an die Kandare nehmen

Vorberatung der Fraktionen. Stadträte rügten Budgetüberschreitungen der Hussiten und beim Burgadvent.


        Schon in der Ratsszene des Neunburger Hussiten-Festspiels, das anno 1433 spielt, ging es den Stadtvätern ums Geld. Heutzutage lautet die Forderung des Stadtrats: Die Festspieler sollen das Budget einhalten.

Schon in der Ratsszene des Neunburger Hussiten-Festspiels, das anno 1433 spielt, ging es den Stadtvätern ums Geld. Heutzutage lautet die Forderung des Stadtrats: Die Festspieler sollen das Budget einhalten.

Von Roland Thäder

Neunburg. Der Füllfederhalter und der Leuchtstift waren die Hauptwerkzeuge, mit denen Bürgermeister Martin Birner in der Hauptverwaltungssitzung am Donnerstagabend arbeitete. Während die Fraktionen bei der Vorbesprechung des Haushalts 2012 der Stadt Neunburg ihre Änderungswünsche vorbrachten, machte sich der Rathauschef dazu eifrig Notizen und kennzeichnete die entsprechenden Haushaltsstellen mit dem grünen Textmarker.

Alles in allem waren es nicht die dicken Brocken, die CSU, Freie Wähler und SPD diskutierten, sondern eher kleinere Beträge im Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 17,137 Millionen Euro. Diese teilen sich auf in 11,616 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt und immerhin 5,5212 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen getätigt werden. „Wir befassen uns somit mit einem der größten Haushalte der letzten Jahre. Trotzdem ist es möglich, den Haushalt ohne Nettoneuverschuldung auszugleichen. Das ist ein wichtiges Signal“, sagte Bürgermeister Birner und sandte damit seinerseits das Zeichen aus, dass Neunburg in finanzieller Hinsicht gut aufgestellt ist. Nicht einmal Kämmerer Heribert Rottach nutzte die Gelegenheit, zum andernorts oft üblichen rituellen Seitenhieb auf die hohe Kreisumlage.

Heizkosten schießen in die Höhe

Der ausgeglichene Haushalt sei ein Ziel gewesen, das sich die Verwaltung gesetzt habe, und das nicht aus dem Auge verloren werden soll. „Konsequenterweise muss ich Sie bitten bei kostenverursachenden Vorschlägen gleichzeitig aufzuzeigen, wie diese durch Einsparungen an anderer Stelle gedeckt werden sollen“, gab das Stadtoberhaupt die Richtung der Debatte gleich zu Beginn vor.

Letztere eröffnete FW-Fraktionschef Martin Scharf. Er war ob der stark gestiegenen Heizkosten bei den Feuerwehrhäusern stutzig geworden. Von 2010 auf 2011 sind die Kosten von 11500 Euro auf satte 19 000 Euro gestiegen. Stadtkämmerer Heribert Rottach erklärte dies mit den steigenden Energiepreisen. Zum Leidwesen Scharfs lasse sich trotz der anstehenden Generalsanierung auch beim Gebäudeunterhalt der Grundschule nichts sparen. Es ist eben ein altes Gemäuer und da fallen Reparaturen an.


 

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