Schwandorf - Nachrichten 27.04.2012, 15:05 Uhr

Abwasser-Konzept wird Zug um Zug umgesetzt

Die Nittenauer Ortsteile Eckartsreuth, Gunt und Vorderkohlstetten sollen 2015 an die Kläranlage angeschlossen werden.


        So sieht es derzeit auf der Brückenbaustelle in Überfuhr aus.

So sieht es derzeit auf der Brückenbaustelle in Überfuhr aus.

Von Richard Tischler

Nittenau. Der im Jahr 2006 im Stadtrat beschlossene Anschluss der Nittenauer Ortsteile an die zentrale Abwasserentsorgung wird Zug um Zug umgesetzt. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat den Anschluss von Eckartsreuth, Gunt und Vorderkohlstetten in die Wege geleitet, der voraussichtlich 2015 umgesetzt wird. Dazu stellte Ingenieur (FH) Christian Meinhardt vom Ingenieur-Büro Bauer aus Regensburg die Entwurfsplanung vor.

Laut Meinhardt geht es um die Abwasserentsorgung von 97 Einwohnern, die auf 32 Anwesen verteilt leben. Dazu müssen 940 Meter Ortskanal, 1345 Meter Transportkanal, 59 Schachtbauwerke, 94 Meter Druckleitung und ein Pumpwerk errichtet werden. Die Kosten dafür betragen nach dem derzeitigen Stand rund 846254 Euro. Diesen Kosten wurde auch die Entsorgung über private Kleinkläranlagen gegenübergestellt. Die auf 50 Jahre ausgelegte Berechnung hat nach Angaben des Ingenieurs ergeben, dass der vorgestellte Anschluss an die zentrale Abwasseranlage wirtschaftlicher sei als der Betrieb von privaten Kleinkläranlagen. Aussagen zur Förderung des Projekts mit öffentlichen Mitteln sind laut Meinhardt derzeit nicht möglich. Die Stadt rechnet laut Sitzungsvorlage mit rund 540000 Euro von der öffentlichen Hand. Nach Abzug der Beiträge in Höhe von rund 180000 Euro würde bei der Stadt ein Eigenanteil von rund 130000 Euro verbleiben.

Der Stadtrat nahm die Planung zur Kenntnis und genehmigte diese.

Zur Kenntnis genommen hat der Stadtrat auch das Entwicklungskonzept, das das Büro „u.m.s. urban management systems“ aus Leipzig in den vergangenen Monaten für die „Interkommunale Arbeitsgemeinschaft Regentalgemeinden“ erstellt hat. Bürgermeister Karl Bley führte dazu aus, dass dieses Konzept jetzt der Regierung der Oberpfalz vorgelegt wird, um auf diesem Wege in ein Förderprogramm zur Umsetzung der darin aufgelisteten Einzelmaßnahmen zu kommen. Nittenau ist in dem Konzept bislang mit zwei Projekten vertreten: dem Ortsteil Fischbach mit Schwerpunkt „Schreinerhaus“ und dem Jugendheim „St. Wolfgang“ (Umwandlung in eine Bürgerbegegnungsstätte). Als weiteres Projekt soll jetzt auf Antrag von Franz Probst (Grüne) noch die Umgestaltung der Angerinsel mit aufgenommen werden.

Beim Tagesordnungspunkt „Anfragen“ erkundigte sich Albert Meierhofer nach dem Sachstand beim Brückenbau in Überfuhr. Bürgermeister Karl Bley verwies dazu auf eine in Kürze anstehende Besprechung mit der Baufirma, gab jedoch bekannt, dass es wohl Lieferschwierigkeiten bei den benötigten Spanndrahtseilen gebe. Neben weiteren Anfragen anderer Stadträte regte Franz Probst noch an, den Pendlerparkplatz an der B16 zu vergrößern, da er regelmäßig überbelegt sei. Die Verwaltung will das im Auge behalten und gegebenenfalls reagieren.


 

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