Exotik und Pop statt Marschmusik
Bei der Bayerwald-Meisterschaft ging es um schwierige Stücke. Die Teilnehmer hatten bei der Auswahl ein gutes Händchen.
NITTENAU.
Am 13. Mai fand zum zweiten Mal die Bayerwald-Meisterschaft der Spielmannszugvereinigungen statt. Zu seinem 45-jährigen Bestehen richtete der Kolping-Spielmannszug Nittenau diesen jährlichen Wettstreit aus.
„Musik schafft Freunde, Musik verbindet aber auch und schafft Kameradschaft“, sagte Bürgermeister Karl Bley in seiner Ansprache. Idealismus, Engagement und Ideenreichtum seien gefordert, um das Musizieren zu einem Gemeinschaftserlebnis werden zu lassen. Beim Wertungsspiel antreten bedeute, sich dem Urteil der Jury zu stellen und Vergleiche mit anderen zu haben. Er wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg: „Möge der Bessere gewinnen“, sagte er.
Schwierige Stücke
Bei der Instrumentalklasse Flöte traten sieben Musikgruppen gegeneinander an. Die Schwierigkeitsgrade bewegten sich zwischen II und IV/V (schwierig). Die Trommelklasse wurde erst 2007 eingeführt und gehört seitdem zum Wettbewerb dazu. Drei Gruppen stellten sich hier den Richtern. Hier und in der gemischten Klasse zeigte der Spielmannszug Nittenau sein Können und landete in beiden Kategorien auf Platz zwei.
Vielseitiges Programm
Insgesamt traten in der gemischten Klasse fünf Spielmannszüge an, ebenso wie in der Fanfarenklasse. Irene Herrmann führte gekonnt den ganzen Nachmittag durch das Programm. Zu jeder Musikgruppe gab es interessante Informationen wie Gründungsjahr, wer dirigiert und welches Stück gespielt wird. Bei Spielmannszügen denkt man oft an Marschmusik, aber das Programm war vielseitig. Vor der Siegerehrung dankte Organisator Stephan Sommer seinem Team. Martin Haidn, 2. Vorstand der Bayerwald-Spielmanns-Vereinigung, lobte die Arbeit von Moderatorin und des Wertungsbüros. Bei einer Meisterschaft gäbe es keine Verlierer, der Sieger sei die Kameradschaft. Die Siegerehrung nahmen Haidn und Bürgermeister Bley vor.





