Nittenauer Geister spuken seit 30 Jahren
Die Hexen und Geister der Geisterwanderung können ein doppeltes Jubiläum feiern. Damit wird es Zeit für neue Kostüme.
Vor kurzem hat Staatsministerin Emilia Müller die Schirmherrschaft über die Nittenauer Geisterwanderung 2012 übernommen.
Nittenau.
Zweifachen Grund zum Feiern gibt es in diesem Jahr rund um das Nittenauer Festspiel von der Geisterwanderung. Das Festspiel selbst wird 30 Jahre alt und der dazugehörige Festspielverein 20 Jahre. „Zum Jubiläum wollen wir aber keine große Feier veranstalten, sondern uns selber beschenken“, sagte der Vorsitzende des Festspielvereins, Albert Meierhofer, im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. Sämtliche Akteure sollen in diesem Jahr mit neuen Kostümen und Masken ausgestattet werden. Nachdem einige der Kostüme noch aus der Anfangszeit des Festspiels stammten, werde es Zeit für eine Neuerung.
Hinter diesem ehrgeizigen Vorhaben stecken viel Arbeit und ein durchdachtes Konzept. Da viele der Rollen doppelt besetzt sind, müssten dafür auch die Kostüme doppelt vorhanden sein. Insgesamt, schätzt Meierhofer, müssten 30 bis 40 Kostüme und die dazugehörigen Masken neu gefertigt werden. Dazu holt sich der Verein professionelle Hilfe. Unterstützt werden die Festspieler von Brigitte Gabes aus Wald, die als Schneiderin am Stadttheater in Regensburg arbeitet, sowie von Michaela Frieser, die in Sulzmühl ein Maskenbildner-Studio betreibt. Die Kontrolle über die Kostüme und Masken hat beim Festspielverein Susanne Erbe inne.
Die neuen Kostüme sollen die alten aber nicht einfach ersetzen, sondern auch dazu beitragen, das Festspiel noch unverwechselbarer werden zu lassen. Dazu soll jedes Kostüm eindeutig einer Rolle zugeordnet werden. „Wenn es zum Beispiel um eine Waldhexe geht, so wird man auch sehen, dass sie aus dem Wald kommt“, verdeutlichte Meierhofer.
Im Ergebnis soll damit der Wiedererkennungswert der einzelnen Charaktere gesteigert werden. „Man soll gleich auf den ersten Blick erkennen, das ist die Oberhexe der Nittenauer Festspieler“, nannte der Vorsitzende als Beispiel. Die neuen Kostüme haben allerdings weitere Konsequenzen für den Verein. „Wir müssen neue Werbefotos machen lassen, einen neuen Trailer für unsere Homepage einspielen und den Internetauftritt insgesamt überarbeiten“, sagte Meierhofer. Das alles hat sich der Verein für das nächste Jahr vorgenommen.

