Schwandorf - Nachrichten 10.08.2012, 18:47 Uhr

Klassenstärken: Alles offen?

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erklärt: Noch ist die Planung nicht abgeschlossen. Die Schwarzenfelder Eltern machen indes weiter mobil.

Laut Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle laufen die Planungen zur Klassenbildung derzeit noch.

Laut Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle laufen die Planungen zur Klassenbildung derzeit noch.

MÜNCHEN/SCHWARZENFELD. Besteht für die künftigen Viertklässer der Grundschule Schwarzenfeld noch Hoffnung, das kommende Schuljahr weiter in vier Klassenzimmern unter einem Schuldach verbringen zu dürfen? „Die Unterrichtsversorgung an Grund- und Mittelschulen ist in Bayern zum Schuljahr 2012/2013 auf dem Niveau des Vorjahres gesichert“, teilte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am Freitagnachmittag in einer Presseerklärung mit. An den Grund- und Mittelschulen sei die Klassenbildung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Mutmaßungen über die Lehrerzuweisung seien deshalb verfrüht und falsch. Auch Aussagen zu Standorten seien deshalb für Bayern nicht aussagekräftig. Wo zusätzlicher Bedarf sei, werde entsprechend gehandelt.

Der Minister bedankte sich ausdrücklich für die vielfältigen und weithin konstruktiven Hinweise und die Unterstützung bei dem Prozess der Zuweisung der Lehrerwochenstunden. „Auch angesichts der sich positiv entwickelnden Schülerzahlen an den Mittelschulen wird das Niveau der Unterrichtsversorgung des Vorjahres erreicht. Wir können so die Qualität der Bildung unserer jungen Menschen an den Mittelschulen sicherstellen“, schreibt Spaenle. Dies sei angesichts der Ziele, möglichst viele Standorte vor Ort zu erhalten und die Qualität gleichzeitig zu sichern, eine wichtige Aufgabe. An den Grundschulen könne die Schülerhöchstzahl pro Klasse sogar gesenkt werden.

Trotz der demografischen Entwicklung und der merklich rückläufigen Schülerzahl in Teilen Nord- und Ostbayerns könne das Ministerium jungen Frauen und Männern mit kleinen Kindern, die sich um eine Erstanstellung als Lehrkraft beworben und die nötigen Voraussetzungen hatten, eine Festanstellung in Heimatnähe anbieten.

Das Kultusministerium erstelle jährlich eine Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen an den einzelnen Schularten, diese werde jährlich fortgeschrieben. Die jeweils aktualisierte Prognose sei die belastbare Grundlage für die Ressourcenzuweisung im folgenden Schuljahr. Die Schülerprognose 2012 hätte den erfreulichen Anstieg der Schülerzahlen an der Mittelschule gegenüber der Prognose des Vorjahres bereits zur Grundlage. Nach den Meldungen der Regierungen im Juli habe die tatsächliche Schülerzahl an den Mittelschulen allerdings um rund 4000 Schüler höher gelegen als prognostiziert. „Dies ist ein Beleg für die Akzeptanz und Leistungsfähigkeit der Mittelschule“, so Minister Spaenle, „für deren Schülerinnen und Schüler wir einen qualitätsvollen Unterricht sicherstellen“.


 

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