Schwandorf - Nachrichten 20.08.2012, 17:09 Uhr

Spielerische Musik im Gymnasium

Die Stadtkapelle Nittenau organisierte für Kinder eine spannende Schnitzeljagd für alle Sinne. Und am Ende gab es für alle Teilnehmer Pizza.

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Welche zwei Dosen klingen gleich? Bei der Schnitzeljagd der Stadtkapelle gab es viele Aufgaben zu lösen. Fotos: by

Welche zwei Dosen klingen gleich? Bei der Schnitzeljagd der Stadtkapelle gab es viele Aufgaben zu lösen. Fotos: by

Von Oxana Bytschenko

Nittenau. Musik in allen ihren Formen beherrschte das Alte Gymnasium am Donnerstag. Denn die Stadtkapelle hatte Kinder zu einer spannenden Schnitzeljagd eingeladen. Insgesamt acht Stationen warteten auf die 32 Teilnehmer. Zahlreiche Helfer unterstützen die Kinder und erklärten, was sie an jeder Station machen mussten.

Alle acht Aufgaben waren durch Musik verbunden. Zunächst erklärten Thomas Maibauer (1. Dirigent) und Renate Schuhbauer (3. Dirigentin) einzelne Instrumente und streuten musikalisches Wissen in die Köpfe der Kinder. Dieses brauchten sie bei anderen Stationen, denn später wurden Quizfragen gestellt. So erfuhren die Teilnehmer, woraus Blechinstrumente tatsächlich bestehen. Nicht aus Blech oder Eisen, wie manche vermuteten, sondern aus Messing.

Von der Querflöte bis zur Tuba ging die Reise durch die Instrumentenwelt. Dabei erklärte Schuhbauer auch, dass eine Querflöte oder ein Saxophon gemeinerweise, auch wenn sie nach Metall aussehen, zu den Holzinstrumenten gehören. Denn früher bestanden sie aus Holz. Noch heute ist das Mundstück im Saxophon, das die Töne aus dem Instrument hervorlockt, aus Holz. Auch wozu ein Taktstock da ist, erklärte die Dirigentin: „Man gibt damit den Takt vor oder wirft ihn den Musikern hinterher, das geht auch.“

Thomas Maibauer stellte das „tiefe Blech“ vor: Tuba, Posaune und Tenorhorn. Sie haben verschiedene Aufgaben und sorgen entweder für Rhythmus oder für die Melodie im Musikstück. So sei der erste Trompeter so wichtig wie die erste Geige in einem großen Orchester. Überraschend stellten die Organisatoren fest, dass fast alle Kinder selbst Instrumente spielen oder gespielt haben. Die Vielfalt reichte von Akkordeon über Gitarre bis zur Geige. Deshalb waren die meisten Aufgaben für die Kinder einfach zu lösen.

Beim Geräuschmemory mussten zwei passende Holzdosen gefunden werden, die das gleiche Geräusch machen. Nicht so einfach, denn sie klingen auf den ersten Moment alle gleich. Die nächste Gruppe beschäftigte sich mit Strohhalmen, aus denen sie Panflöten bastelte. Dabei lernte sie, dass unterschiedliche Längen verschiedene Töne mit sich brachten. Weiter ging es mit Musik auch beim Angeln. Kleine Metalldosen mit Fragen mussten geangelt werden. Zusammen in der Gruppe wurde die richtige Antwort beraten. Für jede richtig gelöste Aufgabe gab es Punkte. Beim „Flaschenkonzert“ mussten die Kinder die Gefäße nach richtigen Tönen ordnen. Eine geringe Füllmenge bedeutet einen tiefen Ton; eine fast volle Flasche klingt sehr hoch, wenn man da hineinpustet. Das lernten die Kinder dabei. Im ersten Stock wurde geschüttelt: Reis in kleinen Fläschchen gab den Rhythmus vor, Kinder sangen dazu ihre Lieblingslieder.


 

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