Straubing - Nachrichten 26.10.2011, 20:57 Uhr

Straubing setzt verstärkt auf nachhaltige Industrie

Das „Clustertreffen Nachwachsende Rohstoffe“ kümmert sich auch um Abfall. Interessierte Laien und Fachpublikum diskutieren gemeinsam.


        Biomüll, Verpackungen, Restmüll und Glas: In vielen Haushalten wird der Abfall getrennt entsorgt – dafür müssen allerdings auch mehrere Behälter aufgestellt werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa/tmn

Biomüll, Verpackungen, Restmüll und Glas: In vielen Haushalten wird der Abfall getrennt entsorgt – dafür müssen allerdings auch mehrere Behälter aufgestellt werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa/tmn

Straubing. Die Abfallwirtschaft leistet bereits einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung. Um den Übergang zu einer nachhaltigen Industriegesellschaft zu bewerkstelligen, muss diese Kompetenz zukünftig weiter ausgebaut werden. Heute schon werden in Straubing wichtige Beiträge dazu geleistet.

Beispielsweise wird der Restmüll aus der Region in einer hocheffizienten Verbrennungsanlage energetisch genutzt, darüber hinaus trägt die Vergärung von Bioabfällen und die CO-Vergärung industrieller Reststoffe auf der Kläranlage ebenfalls zur klimaschonenden Energieerzeugung bei, erläutern Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich und Dr. Mario Mocker.

Das „Clustertreffen Nachwachsende Rohstoffe“ hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit informativen Vorträgen und Diskussionsrunden diese Thematik zu vertiefen. Ein wegweisendes Vorhaben stellt die Phosphorrückgewinnung dar. Das Verfahren wird von Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich in einem zentralen Vortrag präsentiert.

Welche Rolle aus Abfällen zurückgewonnene Rohstoffe wie beispielsweise Phosphor für die landwirtschaftliche Produktion spielt, zeigt Josef Thoma von der BayWa in seiner Präsentation „Phosphat Marktrelevanz aus Sicht der BayWa AG“. Dr. Jochen Gerlach von der Süd-Chemie AG stellt das Konzept der Straubinger Cellulose-Ethanolanlage und deren Auswirkung für die Region vor. Eine Talk-Runde, moderiert von Donau-TV, stellt sechs regionale Unternehmer bzw. Partner des Clusters Nachwachsende Rohstoffe vor und diskutiert am Podium den Rohstoffwandel und seine Auswirkungen.

Alle Interessenten können sich beim Clustertreffen „on tour“ am 15. November mit auf die Reise durch den Kreislauf „vom Abfall zum Rohstoff“ begeben. Auch diesmal bieten sich Gelegenheiten, Kooperationsgespräche zu führen, neue Partner kennenzulernen und beim Überraschungsbüffet in entspannter Atmosphäre gemeinsame Interessen auszuloten.

Ziel der Veranstalter, der BioCampus Straubing GmbH und des Entwässerungsbetriebs der Stadt Straubing ist es, maßgebend dazu beizutragen, vorhandene Innovationspotenziale zu erkennen und regional vorhandene technologische Errungenschaften einem Fachpublikum sowie der breiten Öffentlichkeit vorzustellen.


 

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