FTSV wird Bayerischer Meister
Straubinger Mädchen besiegen im Halbfinale den deutschen Meister.
Die Straubingerinnen zeigten tollen Einsatz. Foto: Kettenbohrer
Straubing. Der FTSV Straubing hat sich endgültig zurück in die Riege der besten Nachwuchsvereine Bayerns gespielt. Die U20 wurde am Wochenende in eigener Halle sensationell Bayerischer Meister und die U16 sicherte sich nach zwei unglücklichen Tie-Break-Niederlagen Platz drei bei der Bayerischen in Eiselfing.
Dabei hatte der Tag für die U20 des FTSV alles andere als gut begonnen. Gegen Ansbach kam das Team von Trainer Wolfgang Schellinger gar nicht ins Spiel. Die Folge war ein verdienter 18:25 Satzverlust. Im zweiten Satz lagen die Niederbayern zwar schnell zurück, doch ebenso schnell hatten sie sich auch die Führung erkämpft. Diese gaben die Straubinger Mädels nicht mehr ab und der Tie-Break musste entscheiden (25:20). Doch in diesem konnte der FTSV eine 11:6 Führung nichts ins Ziel bringen.
Doch Straubings Spielerinnen waren nun hellwach. In gerade 40 Minuten fertigten sie den Titelträger Südbayerns ab. Die Mädels aus der Nähe von Wasserburg kamen zu keiner Zeit der Partie in Fahrt. Straubing spielte angeführt von Mittelblockerin Mira Heimrich – der besten FTSV Spielerin an diesem Tag – begeisternden Volleyball. Am Ende stand ein hochverdienter 2:0 Erfolg (25:20 und 25:19).
Somit kam es zum vorgezogenen Finale gegen den letztjährigen deutschen Meister SV Lohhof. Es sollte das beste Spiel des gesamten Turniers werden. Straubings Mädels spürten, dass hier mehr drin war, als nur ein bisschen mit zu spielen. Die Lohhoferinnen ließen in der Konzentration etwas nach. Somit zog der FTSV schnell davon und alles schien auf einen klaren Satzgewinn zu deuten (22:15). Nach diesem machte Lohhof nur noch einen Punkt, ehe der Tie-Break für Straubing gesichert war (25:21). In diesen starteten die Niederbayern hoch konzentriert. Nora Ismaili sorgte mit vier scharfen Aufschlägen für eine Führung und zwang Lohhofs Coach zur ersten Auszeit (4:0). Straubings Mädels hatten es selbst in der Hand, die Sensation zu schaffen. Lohhofs Mädels bäumten sich noch einmal auf und holten einen Rückstand von sechs Punkten auf. Beim Stand von 12:12 war die Partie wieder völlig offen. Jedoch nur kurz, denn der FTSV nahm den folgenden Ball sehr gut an und erzielte den spielentscheidenden Punkt zum 13:12. Als die Straubingerinnen auch ihren Aufschlag durchgebracht hatten, gab es zwei Matchbälle für den vermeintlichen Underdog in diesem Duell. Der zweite brachte schließlich den Sieg.
Im Finale wartete der TB Weiden auf die Straubingerinnen. Die Oberpfälzer hatten sich gegen den TSV Ansbach im Halbfinale mit 2:0 durchgesetzt. Doch Straubings Mädels waren an diesem Tag zu stark für ihre Gegner. Das Finale ist schnell erzählt. Weiden spielte hoch konzentriert, musste jedoch dem Pensum von drei Spielen an diesem Tag Tribut zollen. Weiden war nur mit sieben Spielerinnen angetreten und hatte in der entscheidenden Phase des Finales das Nachsehen.

