Straubing - Nachrichten 27.04.2012, 20:57 Uhr

„Kompass“ fördert Realschüler

Staatssekretär Bernd Sibler besuchte die Straubinger Jakob-Sandtner-Schule.

Straubing. „Oberbayern ist die Wiege des Modellversuchs Kompass, der im Herbst 2007 mit zwölf Realschulen startete. Zu diesem Schuljahr konnte Kompass bayernweit ausgedehnt werden, sodass jetzt über zehn Prozent der bayerischen staatlichen Realschulen am Modellversuch teilnehmen“, zeigt sich Staatssekretär Bernd Sibler anlässlich seines Besuchs an der Jakob-Sandtner-Realschule in Straubing erfreut. Kompass wird von der Stiftung Bildungspakt Bayern mit Unterstützung des Exklusivpartners Sparda-Bank in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus durchgeführt.

„Eine möglichst breit angelegte Förderung unserer Kinder und Jugendlichen mit all ihren Fähigkeiten, Begabungen und Interessen liegt mir sehr am Herzen“, betonte Staatssekretär Sibler. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen deutlich, dass die in Kompass im Mittelpunkt stehende Stärkenförderung nicht nur zu einem Zuwachs an Kompetenzen führt, sondern auch eine Steigerung des Selbstwertgefühls der Schüler, die Verbesserung des Lernklimas und eine höhere Berufszufriedenheit der Lehrkräfte zur Folge hat.“

Begleitet wurde Bernd Sibler von Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München eG, und Georg Thurner, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Ostbayern eG. „Die Gesellschaft braucht gut ausgebildete Schulabgänger mit starker Persönlichkeit. Die Sparda-Bank möchte mit ihrer Förderung dazu beitragen, dass im bayerischen Schulsystem nachhaltige Veränderungen spürbar werden, die eine individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers gewährleisten“, so Helmut Lind. „Wenn ein Modellversuch eine derart positive Resonanz bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitern erzielt und zudem überzeugende Evaluationsergebnisse aufweisen kann, möchten wir gerne dazu beitragen, so viele Schüler wie möglich davon profitieren zu lassen“, fügt Georg Thurner hinzu.

Auch die Vorsitzende des Landeselternverbands Bayerischer Realschulen, Ingrid Ritt, unterstrich bei dem Termin die Bedeutung eines stärkenorientierten Unterrichts und begrüßte nachdrücklich die Ausweitung des Modellversuchs. Die wissenschaftliche Evaluation durch Prof. Dr. Annette Scheunpflug von der Universität Erlangen-Nürnberg hatte deutlich gezeigt, dass Kompass das Selbstvertrauen, die Lern- und Leistungsmotivation, die Teamfähigkeit und die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler fördert. Auch bei den Lehrkräften waren erfreuliche Ergebnisse zu verzeichnen. (ljh)


 

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