Straubing - Nachrichten 08.05.2012, 20:05 Uhr

Sibler saß auf dem „Unbequemen Sofa“

Die Evangelische Jugend diskutierte mit dem Kulturstaatssekretär über das G8, Unterrichtsausfall und nicht erteilte Intensivierungsstunden.


        Christof Bär, Referent für Jugendpolitik im Amt für Jugendarbeit in Nürnberg (rechts), und die Mitglieder des Leitenden Kreises der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg überreichen Staatssekretär Bernd Sibler (Mitte) die virtuell gesammelten ehrenamtlichen Stunden. Foto: Götte

Christof Bär, Referent für Jugendpolitik im Amt für Jugendarbeit in Nürnberg (rechts), und die Mitglieder des Leitenden Kreises der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg überreichen Staatssekretär Bernd Sibler (Mitte) die virtuell gesammelten ehrenamtlichen Stunden. Foto: Götte

Geiselhöring/Regensburg. Eine ganz besondere Spendenaktion hat die Evangelische Jugend in Bayern im Frühjahr 2011 ins Leben gerufen: Jugendliche aus dem ganzen Freistaat spendeten auf der Website www.zeitlos.ejb.de etwas von ihrer Zeit für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit. Nun wurden die vielen gesammelten Stunden an Staatssekretär Bernd Sibler aus dem Kultusministerium übergeben.

Der war dazu ins Jugendtagungshaus in Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen) zum Frühjahrskonvent der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg gekommen. Unter der Moderation von Christof Bär, Referent für Jugendpolitik im Amt für Evangelische Jugendarbeit in Nürnberg, diskutierten die jungen Ehrenamtlichen mit dem CSU-Politiker über die bayerische Bildungspolitik. Der Staatssekretär durfte dazu auf dem „Unbequemen Sofa“ Platz nehmen, das zurzeit im ganzen Land unterwegs ist. Denn in vielen Dekanaten engagieren sich junge Menschen für Bildungsgerechtigkeit und stellen dazu Personen des öffentlichen Lebens unbequeme Fragen.

Christoph Bär und die Mitglieder des Leitenden Kreises der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg überreichten dem Gast aus München 1018 symbolisch gespendete Stunden ehrenamtlichen Engagements. „Schade nur, dass diese wertvolle Zeit nicht für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden konnte. Denn Nachmittagsunterricht, Lernstress oder ein straffer Stundenplan an der Uni mit Veranstaltungen selbst am Wochenende machen es immer mehr jungen Leuten schwer, sich sozial zu engagieren“, so Christof Bär.

Unterrichtsausfall und nicht erteilte Intensivierungsstunden – diese Themen standen ganz oben an bei den knapp 50 Konventsteilnehmern. „Was ist der Vorteil von der Einsparung eines Schuljahres, wenn die Lehrpläne jetzt so vollgestopft sind? Es geht nur noch darum, für die nächste Ex oder Schulaufgabe zu pauken. Eigentlich sollen wir doch fürs Leben lernen!“ Mit dieser Frage griffen Anne Schlüter aus Neutraubling und Nils Olbrecht aus Wenzenbach ein Thema auf, das vielen der anwesenden Gymnasiasten auf den Nägeln brannte.


 

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