Hinsken will beim Bahnhof einen barrierefreien Ausbau
Der Abgeordnete lässt in seinem Bemühen nicht locker. Aber die Bahn vertröstet die Straubinger auf eine lange Umbauzeit. Vorerst heißt es Warten.
Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Foto: Haas
Straubing.
Den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing hat MdB Ernst Hinsken seit langem zur „Chefsache“ gemacht. Nicht nur dass er mit dem DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube direkt vor Ort in Straubing die Angelegenheit erörterte, immer wieder wendet er sich an Entscheidungsträger der Deutschen Bahn, um „endlich eine befriedigende Lösung für Straubing zu bekommen“. Erneut hat er sich diesbezüglich an den Bayern-Beauftragten der Deutschen Bahn AG, Klaus-Dieter Josel, gewandt, um den Ausbau des Straubinger Bahnhofs voranzutreiben.
Bauzeit rund zwei Jahre
In seinem Antwortschreiben wies Josel darauf hin, dass grundsätzlich für Planung und Genehmigung eines barrierefreien Ausbaus wegen dessen Komplexität (Aufhöhung der Bahnsteige, Anpassung/Neubau der Bahnsteigunterführung, Variantenuntersuchung zur barrierefreien Erschließung mittels Rampen bzw. Aufzügen, Anpassung Umfeld usw.) mindestens zwei Jahre anzusetzen sind, bevor mit dem Bau begonnen werden könne. Die Bauzeit in Straubing würde sich mindestens 18 bis 24 Monate erstrecken, da bei laufendem Betrieb gebaut werden müsse.
In die Prioritäten-Liste?
Nach Abschluss der Gespräche mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium werde die DB Station&Service AG voraussichtlich Mitte 2012 entscheiden, welche Bahnhöfe in die Fortschreibung ihrer Mittelfrist-Planung aufgenommen werden können. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind daher weder vom Freistaat noch der DB AG feste Zusagen bezüglich des Ausbaus des Bahnhofs Straubing möglich“, stellt der DB-Bevollmächtigte in seinem Schreiben an MdB Ernst Hinsken fest.
Auf dieser Basis haben er und Bahnchef Dr. Grube bei ihrem Besuch in Straubing im Herbst vergangen Jahres argumentiert. „Dr. Grube hat dazu versprochen, dass wir uns dafür einsetzen werden, dass der Bahnhof Straubing in der Prioritäten-Liste des Freistaates berücksichtigt wird“, so Josel. Weiter wies er darauf hin, „dass die Gespräche mit dem Freistaat noch im Gange sind.“ Es gehe dabei natürlich um die Finanzierung, bei der Ziel für den DB-Anteil sei, ihn möglichst mit Mitteln der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) finanzieren zu können. Da die bauliche Substanz des Bahnhofes Straubing allerdings nicht so schlecht sei, „ist eine Finanzierung aus LuFV-Mitteln nicht ohne weiteres möglich“, lässt sich der DB-Bevollmächtigte vorsichtig ein.
Nicht im Programm
Erfreulicherweise unterstütze der Bund im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms (IBP) die Sanierung von Bahnhöfen. Obwohl Straubing leider in dieses Programm nicht aufgenommen werden konnte, da die Maßnahme nicht im vorgegebenen Zeitrahmen realisiert werden könne, will sich Hinsken, „für den Bahnhof einsetzen“.

