Sportnachrichten 16.03.2012, 20:57 Uhr

„Neonazis sollen sich extrem unwohl fühlen“

1860 München hat ein Problem mit rechtsradikalen Fans. Löwen-Vizepräsident Franz Maget spricht über den Kampf gegen diese unliebsamen Anhänger.


        Zeichen setzen: Die Löwen-Profis präsentieren vor dem Spiel gegen St. Pauli ein Banner gegen Rechtsextremismus. Foto: imago

Zeichen setzen: Die Löwen-Profis präsentieren vor dem Spiel gegen St. Pauli ein Banner gegen Rechtsextremismus. Foto: imago

München. Das Magazin „11Freunde“ konstatiert einen „Angriff von Rechts“. Und „Spiegel Online“ behauptet: „Bei wohl keinem anderen süddeutschen Fußballverein stehen so viele aktive Neonazis in der Kurve wie beim TSV 1860 München.“ Stammplatz der Rechtsradikalen soll demnach Block 132 in der Münchner Arena sein, mitten in der Nordkurve, dem Herz der Löwen-Fans. „30 bis 50 Personen, die ganz klar dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, stehen regelmäßig dort“, wird Thomas Emmes vom Fanprojekt München zitiert. Herbert Schröger von der Aktion „Löwen-Fans gegen Rechts“ geht von bis zu 100 Neonazis im Block 132 aus.

Der Fußball-Zweitligist hat die braune Gefahr erkannt und ein erstes Zeichen gesetzt. Vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli am 5. März (1:1) präsentierten die Profis ein Banner mit der Aufschrift „Rechtsradikalismus links liegen lassen“. Die Initiative ging von den „Löwen-Fans gegen Rechts“ und Otto Steiner aus. Der 1860-Aufsichtsratschef hat zudem versprochen, die Problematik in jeder Aufsichtsratssitzung neu zu thematisieren.

Löwen-Vizepräsident Franz Maget betont: „Wir wollen keine Neonazis im Stadion.“ Die MZ-Mitarbeiter Maximilian Zierer und Julius Lukas sprachen mit dem 58 Jahre alten SPD-Politiker über den schwierigen Kampf gegen die unliebsamen Anhänger.

Herr Maget, bundesweit wird seit einiger Zeit über Neonazis in der Fanszene von 1860 München berichtet. Hat Ihr Verein ein Rechtsextremismus-Problem?

Franz Maget: Alle Bundesligavereine müssen sich damit auseinandersetzen, dass sich Rechtsextreme in Fußballstadien bewegen. Wir haben in einem bestimmten Fanblock zu viele Neonazis stehen. Das ist ein massives Problem.

Was unternimmt der Verein dagegen?


 

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