Sportnachrichten 11.06.2012, 22:36 Uhr

Weitzel sagt den Start ab

Weitspringerin kann ihren deutschen Titel nicht verteidigen.

Michelle Weitzel kam verletzt aus Mannheim zurück. Foto: Eibner

Michelle Weitzel kam verletzt aus Mannheim zurück. Foto: Eibner

Von Claus-Dieter wotruba, MZ

MANNHEIM. Am Wochenende wollte Michelle Weitzel in Bochum-Wattenscheid ihren deutschen Meistertitel verteidigen. Wollte – denn die 24-jährige Weitspringerin der LG Telis Finanz Regensburg muss passen. Beim Testwettkampf in Mannheim brach zuletzt eine Verletzung am Sprungfuß wieder auf. Weitzel wurde mit nur 6,08 Metern Zehnte. „Es macht keinen Sinn, etwas kaputt zu machen“, sagte Weitzel. „Deswegen verzichte ich auf den Start.“ Neben dem deutschen Titel ist damit auf alle Fälle auch der Zug zur Europameisterschaft nach Helsinki abgefahren. Der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in London aber lebt. „Aufgegeben wird erst, wenn die Nominierung gemacht ist“, sagt Weitzel.

Bis 1. Juli bleibt noch Zeit – und die Hoffnung darauf, dass der Fuß heilt und der große Sprung gelingt. Michelle Weitzel müsste ihre Vorjahresbestleistung von 6,64 Metern auf 6,75 Meter steigern. Mit Sosthene Taroum Moguenara aus Wattenscheid (6,88m) hat bislang erst eine Weitspringerin die Olympianorm geknackt.

Schon beim Heimspiel der Sparkassen-Gala hatte die Regensburgerin am 2. Juni „im letzten Versuch“ die Verletzung aus dem Wettkampf Wesel wieder gespürt. „Ruhig bleiben: Wenn es eine schafft, dann Michelle“, hatte ihre Trainerin Steffi Pietsch schon da gesagt. Jetzt lässt sich Weitzel noch einmal ärztlich durchchecken – und hofft, dass rechtzeitig alles gut wird.

 

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