Deutschland ist im Viertelfinale
Beim 2:1 gegen Dänemark treffen Podolski und Bender für das DFB-Team. In der nächsten Runde der Europameisterschaft wartet nun Griechenland. Aus der Gruppe B ist außerdem Portugal weiter – danke zweier Tore von Cristiano Ronaldo.
Nach dem Viertelfinal-Einzug jubelt die deutsche Mannschaft mit ihren Fans. Foto: dpa
Lwiw. Gezittert, gebangt und alles gewonnen: Nach etlichen Schrecksekunden hat Startelf-Debütant Lars Bender die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins EM-Viertelfinale geschossen. Mit seinem ersten Länderspieltor erzielte der Leverkusener am Sonntagabend in Lwiw das 2:1 gegen Dänemark und brachte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes damit als Sieger der Gruppe B in die Runde der letzten Acht. Gegen Griechenland spielt das Team von Bundestrainer Joachim Löw am kommenden Freitag in Danzig um den Einzug ins Halbfinale. Eine souveräne Vorstellung war der Auftritt gegen den Europameister von 1992 nach den Siegen gegen Portugal (1:0) und die Niederlande (2:1) nicht. Löw, die Mannschaft und rund 10.000 deutsche Fans unter den 33.500 Zuschauern mussten phasenweise aber kräftig zittern. Doch mit dem dritten Sieg in der Vorrunde gelang der Mannschaft etwas, was selbst die Europameister von 1980 und 1996 nicht geschafft hatten.
Lukas Podolski erzielte in seinem 100. Länderspiel die Führung (19. Minute), die Michael Krohn-Dehli für die Dänen schnell ausgleichen konnte (24.), bevor Bender die Entscheidung gelang (80.). Der Vize-Europameister erspielte sich eine Vielzahl von Torchancen, konnte sie aber nicht nutzen. Durch die Konstellation, dass eine Niederlage und ein gleichzeitiger Sieg von Portugal gegen die Niederlande im Parallelspiel der Gruppe in Charkiw das Aus bedeutet hätte, wuchs die Spannung ständig. Als Jakob Poulsen in der 54. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern den Außenpfosten traf, war dies mehr als ein Warnschuss.
Torschütze Bender für Boateng
Löw musste die Mannschaft ändern, weil Jerome Boateng wegen zwei Gelber Karten gesperrt war. Für ihn kam Lars Bender als rechter Verteidiger ins Team, obwohl er in Leverkusen eigentlich als defensiver Mittelfeldspieler beschäftigt ist und lediglich 16 Minuten einmal auf der rechten Abwehrseite aushalf. Doch bei seinem ersten Einsatz in der Startelf machte der 23-Jährige seine Sache ordentlich. „Er hat im Training gezeigt, dass er sehr stabil ist und der Mannschaft helfen kann“, sagte Löw-Assistent Hansi Flick vor dem Anstoß. Gleich mit dem Spielbeginn machten die Deutschen deutlich, dass sie es ernst mit der „Mission Titelgewinn“ meinen.

