Sportnachrichten 12.08.2012, 21:56 Uhr

Bayern überwinden Dortmund-Fluch

Bayern München hat gegen Borussia Dortmund ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 2:1-Sieg holen die Münchner den ersten Titel seit zwei Jahren.

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Die Bayern freuen sich über ihren ersten Titel-Gewinn seit zwei Jahren. Foto: afp

Die Bayern freuen sich über ihren ersten Titel-Gewinn seit zwei Jahren. Foto: afp

München. Die Bayern haben ihren Dortmund-Fluch überwunden und sich mit dem Fußball-Supercup den ersten Titel der neuen Saison gesichert. Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie gewannen die Münchner am Sonntagabend die erste Kraftprobe gegen den deutschen Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund mit 2:1 (2:0).

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena hatten die Bayern nach einem frühen Doppelschlag von Neuzugang Mario Mandzukic (6. Minute) und Thomas Müller (11.) lange Zeit leichtes Spiel. Die Borussia um Millionen-Einkauf Marco Reus lief noch nicht wieder im Meister-Modus und kam erst nach der Pause offensiv zu gefährlichen Aktionen und zum Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski (75.). Nach drei zweiten Plätzen in der Vorsaison durfte der FC Bayern mal wieder eine Trophäe in Empfang nehmen.

„Wir sind auf einem guten Weg“

„Wir mussten mal ein Zeichen setzen. Wir sind auf einem guten Weg. Jetzt haben wir den ersten Titel und hoffentlich gibt es noch mehr in dieser Saison“, sagte Bayern-Star Arjen Robben. BVB-Trainer Jürgen Klopp dagegen betonte verärgert: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen. Insgesamt müssen wir das viel besser verteidigen. Wir haben 2:1 verloren, mit was soll ich zufrieden sein?“

Von Beginn an hatte die Partie bei besten äußeren Bedingungen den Charakter eines echten Härtetests. Kein vorsichtiges Abtasten – vor allem die Bayern demonstrierten ihre Lust auf Fußball. Fünf Minuten waren vorbei, als Franck Ribéry einen feinen Pass mit dem Außenrist in die Mitte spielte, wo Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic schlecht aussahen. 13-Millionen-Euro-Zugang Mandzukic vollendete an BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller vorbei zum 1:0.

„Ich schaue nicht auf mich selber“, sagte der Torschütze. „Es war wichtig, dass wir als Mannschaft gut aussehen und das Spiel gewinnen.“ Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierten die Dortmunder in der Anfangsphase mehr als Aufbauhilfe denn als Angstgegner für die engagierten, flexiblen und bissigen Bayern. Auch ohne die Nationalspieler Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger versprühten die Münchner Kreativität und Torgefährlichkeit.

 

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