Sportnachrichten 12.10.2012, 23:14 Uhr

Reus & Co. fertigen die Iren 6:1 ab

Das DFB-Team feiert in Irland den dritten Sieg im dritten Spiel. Marco Reus bringt die Nationalelf mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße.

Torschützen unter sich: Mesut Özil, Marco Reus und Miro Klose (v. l.). Foto: dpa

Torschützen unter sich: Mesut Özil, Marco Reus und Miro Klose (v. l.). Foto: dpa

Dublin. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Fans beim Torfestival in Irland erstmals nach dem großen EM-Frust wieder mit Spaß-Fußball begeistert. Nach dem erstaunlich leicht herausgespielten 6:1 (2:0)-Erfolg am Freitagabend geht das Team von Bundestrainer Joachim Löw als makelloser Tabellenführer mit viel Rückenwind in die Kraftprobe am Dienstag in Berlin gegen die ebenfalls ungeschlagenen Schweden, den stärksten Konkurrenten in der WM-Qualifikation.

Der herausragende Dortmunder Marco Reus stellte vor rund 50 000 geschockten Zuschauern im Aviva-Stadion von Dublin mit seinem ersten Doppelpack im Nationaltrikot (32./40. Minute) die Weichen zum höchsten Sieg auf der grünen Insel. Mesut Özil per Foulelfmeter (55.), Miroslav Klose mit seinem 65. Länderspieltreffer (58.) und Toni Kroos mit zwei Toren (61./83.) legten nach der Pause fast nach Belieben die weiteren Treffer beim Schützenfest nach. In der Nachspielzeit ärgerte Andy Keogh (90.+2) noch Bayern-Torwart Manuel Neuer mit dem einzigen Gegentreffer. „Ich denke, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen - auch in der Höhe“, sagte ein leicht erkälteter Löw, „wir haben noch ein Spiel gegen Schweden, das Pflichtspieljahr mit zwölf Punkten abzuschließen, wäre klasse. Auch gegen Schweden muss die Disziplin und Organisation so gut sein wie heute.“

Iren kapitulieren früh

Insgesamt gelang gegen die erstaunlich früh kapitulierenden Iren von Trainer Giovanni Trapattoni ein deutlich souveränerer Auftritt als noch zuletzt beim knappen 2:1-Erfolg in Österreich. Vor allem Reus bestach in seinem zwölften Länderspiel mit Schnelligkeit und Kälte vor dem Tor und unterstrich, dass er nach der EM zur festen Stammkraft geworden ist. So rechtfertigte der 23-Jährige, dass er klar vor dem nach einer guten Stunde eingewechselten Lukas Podolski zur Nummer Eins auf der rechten Seite geworden ist.

Vor der umformierten Abwehr, in der Per Mertesacker und Jérome Boateng für den verletzten Mats Hummels und den gesperrten Kapitän Philipp Lahm aufliefen, sorgte Bastian Schweinsteiger für Ordnung. Mit großer Präsenz gab der Münchner in seinem ersten Einsatz nach dem EM-Halbfinalaus gegen Italien als Ersatz-Spielführer die Kommandos und verteilte die Bälle.

 

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