Sportnachrichten 27.10.2012, 11:39 Uhr

Vettel holt sich die Pole-Position

Alles andere wäre nach den Trainingseindrücken auch eine Überraschung gewesen. Sebastian Vettel hat sich die Pole für das Rennen in Indien geholt.

Sebastian Vettel kommt gut mit dem Kurs in Indien zurecht. Foto: dpa

Sebastian Vettel kommt gut mit dem Kurs in Indien zurecht. Foto: dpa

Greater Noida. Sebastian Vettel nahm seine 35. Pole Position äußerlich ziemlich unaufgeregt zur Kenntnis. Für den Doppelweltmeister der Formel 1 hätte die Qualifikation zum Großen Preis von Indien aber nicht besser laufen können. Nervenstark raste der Heppenheimer in seinem Red Bull wie bei seinem Sieg auf dem Buddh International Circuit auf den ersten Startplatz. Und gleich drei Fahrer schoben sich noch zwischen Vettel und dessen schärfsten WM-Widersacher Fernando Alonso.

„Trotzdem Augen auf für morgen. Es wird ein langes Rennen“, mahnte Vettel. Ganz verhehlen konnte der Red-Bull-Star seine Freude aber nicht: „Ich war sehr glücklich mit der Runde. Das ist bislang ein großartiges Wochenende.“ Eines, an dem er mit einem weiteren Sieg bei seinen Asien-Wochen zum ersten Mal in seiner Karriere vier Erfolge in Serie feiern könnte - und einen weiteren Schritt Richtung WM-Hattrick.

Alonso hatte schon 44 Punkte Vorsprung

Zumal Alonso in seinem Ferrari am Samstag nicht über Platz fünf hinauskam. Im WM-Duell hat der Spanier vor dem viertletzten Saisonrennen sechs Punkte Rückstand. Umso besser für Vettel, dass sich neben Teamkollege Mark Webber auch noch das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button vor den Weltmeister von 2005 und 2006 schob. „Wir müssen die ganze Zeit aggressiv rangehen. Ich muss versuchen, vor Sebastian ins Ziel zu kommen. Das ist das Hauptziel. Wie wir das machen, weiß ich nicht“, räumte Alonso ein, der zwischenzeitig in der Saison schon mal 44 Punkte Vorsprung auf Vettel gehabt hatte.

Vettel-Kumpel Michael Schumacher konnte sich die Entscheidung in den letzten zehn Minuten schon von der Box aus anschauen. Für den Mercedes-Piloten verlief das viertletzte Qualifying seiner Karriere enttäuschend. Der 43-Jährige kam nicht über den 14. Platz hinaus. Stallrivale Nico Rosberg machte es besser: Der Wiesbadener belegte den zehnten Rang und war neben Vettel der einzige der fünf deutschen Fahrer in den Top Ten.

 

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