Sport aus der Region Amberg 13.08.2009, 00:00 Uhr

Der FC Amberg versinkt noch weiter in einem Tief

Beim 1:2 gestern Abend im Derby gegen den ASV Neumarkt gab es keine Entschuldigungen mehr. Der Gast hätte mit Glück höher siegen können.

Der FC Amberg versagte nicht als Kollektiv, sondern durch persönliche Fehler.

Der FC Amberg versagte nicht als Kollektiv, sondern durch persönliche Fehler.

Von Jürgen Rheinbay

In einem eher schwächeren Derby verlor der FC Amberg im Oberpfalzduell gegen den ASV Neumarkt mit 1:2 und kassierte somit die dritte Niederlage in Folge. Es wird wohl ein schwacher Trost sein, dass – anders als bei den vorangegangenen Niederlagen gegen Etzenricht und Schierling – die FC’ler eben diesmal nicht die dominanten Akteure waren, selbst wenn die alten Fehlerquellen blieben.

Der Beginn, wie allzu oft in dieser Saison, verheißungsvoll. Ganz leichte Feldvorteile der Gelb-Schwarzen, und wie schon bei den letzen Pleiten, persönliche Fehler, die den Gegner in Führung brachten. Etwas umstritten, das 1:0 für die ASV’ler, verzweifelt monierte man ein Foulspiel an Johannes Kohl, und das direkt vor den Augen von Schiedsrichterassistent Alexander Kupfer, der eben keine Regelwidrigkeit von Ahmet Aydin sah.

Dessen Flanke erreichte Michael Jonczy, und der traf per Flugkopfball ins Glück. Erster Schuss, erster Treffer, zweiter Schuss, zweiter Treffer: Wiederum war es der ärmste Johannes Kohl, dem diesmal ein Stellungsfehler unterlief, und wieder war Jonczy der Nutznießer, direkt trocken abgezogen, unhaltbar ins Eck für Roman Deuerlein. Der Schock saß spürbar tief bei den Platzherren, über zehn Minuten gelangen nicht einmal die einfachsten Ballannahmen, die Verunsicherung war einfach deutlich spürbar.

Eine Wende schien sich abzuzeichnen, als sich nach rund einer halben Stunde David Kruppa ein Herz nahm, einmal abzog – und der Torjubel war schon auf den Lippen. Keeper René Übler schon besiegt, nicht aber Vierer-Ketten-Mann Marco Hablowetz, der auf der Linie rettete. In derselben Spielminute Flugkopfball von Kruppa, diesmal knapp vorbei.

Sicherlich kann hier auch gesagt werden, dass das Glück derzeit wahrlich nicht auf Amberger Seite ist, selbst wenn der Anschlusstreffer dann schon etwas schmeichelhaft zustande kam. Einmal war man sich in Neumarkts Abwehrkette gar nicht einig, diesmal bedankte sich Kruppa mit dem Anschlusstreffer in der 38. Minute. Es wäre also an sich noch genügend Zeit gewesen, wie so oft schon, den Rückstand aufzuholen.

 

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