Die beiden Pole im Feld
Während Seligenporten als Favorit zur Bayerischen Meisterschaft fährt, gilt die DJK-SB Amberg als Außenseiter.
Der SV Seligenporten (in Rot) hat den Sprung in die Endrunde um die Bayerische Meisterschaft im Hallenfußball geschafft. Foto: Weller
Amberg/Seligenporten. Die Gegensätze könnten größer kaum sein: Während die DJK-SB Amberg als einziger Kreisligist als krasser Außenseiter zu den Bayerischen Fußball-Hallenmeisterschaften nach Nördlingen (Samstag, 10.30 Uhr) fährt, stellt der SV Seligenporten als Bayernligist in der Hermann-Keßler-Halle das klassenhöchste Team in einem starken Achterfeld.
Entsprechend offensiv formuliert auch SVS-Manager Karlheinz Wild die Ansprüche an seine Mannschaft: „Es gibt nicht viele Spieler, die bei so einem Ereignis dabei sein dürfen. Deshalb muss unser Anspruch sein, dass wir Erster werden.“ Etwas zurückhaltender ist da Trainer Karsten Wettberg: „Ich sehe uns nicht unbedingt als Favoriten. Der Titelverteidiger Alemannia Haibach und auch der FC Augsburg II haben viel mehr Hallenerfahrung als wir, und dies kann bei so einem Turnier den Ausschlag geben“, dämpft Wettberg die Erwartungen. Nichtsdestotrotz hätte er nichts dagegen, wenn er mit seinem Team erstmals den bayerischen Hallentitel erringen würde.
Um diese Lücke in seinem Trophäenschrank zu füllen, will Wettberg „eine starke Mannschaft“ aufbieten. Denn mit dem Gastgeber TSV Nördlingen (Bezirksoberliga), dem FC Unterföhring (Landesliga) und dem SV Memmelsdorf (Landesliga) warten hochmotivierte Gruppengegner auf den SVS.
Hochmotiviert ist auch die DJK-SB Amberg, doch vom Titelgewinn träumt beim Kreisligisten niemand. Die Gruppengegner – Alemannia Haibach (Titelverteidiger), FC Augsburg II (Landesliga) und TSV Waldkirchen (Bezirksoberliga) – sollten aber gewarnt sein und die Amberger nicht unterschätzen. Schließlich haben sie schon bei der Oberpfälzer Hallenmeisterschaft einigen höherklassigen Vereinen ihre Grenzen aufgezeigt.
Wie sich die DJK bei ihrer Premiere bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft schlägt, wird sich zeigen – für eine Überraschung kann das Team von Spielertrainer Ilker Caliskan bei der Jubiläumsausgabe in Nördlingen aber ganz bestimmt sorgen. (nuw/pl)

