FAF Hirschau ist wieder „Hans im Glück“
Nach Mitteilung des Deutschen Kegelerbundes Classic steigt keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga 120 Wurf ab.
Landkreis/Hirschau. Auch in diesem Jahr bzw. nach der abgelaufenen Spielzeit steigt laut entsprechender Internetverlautbarung des Deutschen Kegelerbundes Classic keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga 120 Wurf ab. Offensichtlich haben sich die Meister der 2. Ligen, Wolfsburg und Ettlingen, für die 200-Wurf-Distanz entschieden. Das bedeutet: Sowohl Schlusslicht ESV Schweinfurt als auch FAF Hirschau als Vorletzter bleiben, da „gleitender Abstieg“ vereinbart ist, in der Liga.
Die aus den Bundesligen über 200 Wurf gemeldeten Absteiger sind aber wohl vorerst noch mit einiger Vorsicht zu genießen. Und das hat seine Gründe. Bislang haben sich fünf Mannschaften der bisherigen 1. Liga 200 Wurf dem neuen Kegelverband Deutsche Classic Union (DCU) angeschlossen. Nimmt die DCU, die nur das 200-Wurf-Spiel propagiert, im Herbst den Spielbetrieb tatsächlich auf, werden, bedingt durch die wechselnden Klubs, manche im DKBC derzeit als Absteiger geführten Klubs den Ligaerhalt noch schaffen, da die Ligen dann ja aufgefüllt oder gestrafft werden müssen.
Der schwelende Streit um das 120-Kugel-Spiel, das in allen Ländern – nur nicht in Deutschland – flächendeckend eingeführt wurde, entzweit die deutschen Kegler nun seit Jahren. Die Gründung der DCU schafft eine neue Situation, die den Wunsch vieler Kegler, die besten Mannschaften wieder in einer 1. Liga spielen zu sehen, wohl in weite Ferne rücken lässt. Das alte Wort „Einigkeit macht stark“ gilt im Kegelsport schon einige Zeit nur noch ab Landesebene: Auf Bundesebene jagt eine Reform die andere. Man darf gespannt sein, wie sich diese Zerreißprobe bis Mitte Mai, dem Meldeschluss für die Mannschaften, entwickelt.

