Sport aus der Region Amberg 05.06.2012, 17:09 Uhr

Lokalmatadorin zeigt ihr bestes Saisonspiel

Die Schanzl-Damen lassen den Gegner von Luitpoldpark München keine Chance. Stephanie Wagner war in Bestform.


        Stephanie Wagner

Stephanie Wagner

Von Bettina Mehltretter, MZ

Amberg. In der Zweiten Bundesliga standen die Tennisdamen des TC Amberg am Schanzl in ihrem vorletzten Spiel der Saison in Bestbesetzung auf dem Platz – und rangen den Gästen von Grün-Weiß Luitpoldpark München einen 8:1-Sieg ab. „Wir waren schon Favorit, aber so klar war’s doch nicht“, freut sich Teamchef Albert Wagner. Mit dem jüngsten Erfolg hätten die Ambergerinnen einen Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Bis zu 250 Zuschauer hätten die Begegnung verfolgt, so viele wie nie zuvor in dieser Saison. „Das hat den Damen Auftrieb gegeben“, sagt Wagner.

Bereits in der ersten Runde der Einzel hinterließen die Ambergerinnen Eindruck: Lokalmatadorin Stephanie Wagner zeigte vor der großen Zuschauerkulisse ihr bestes Heimspiel der Saison und ließ Ex-Profi-Spielerin Eva-Maria Hoch mit 6:2 und 6:1 keine Chance. Wagner agierte schnell und druckvoll – das Match war nach weniger als 50 Minuten vorbei: Nach dem Ende ihrer Abiturprüfungen fegte sie die Konkurrentin befreit vom Platz. „Sie ist in einer aufsteigenden Form und fühlt sich sehr gut“, sagt Teamchef und Vater Albert Wagner.

Schanzl-Spielerin Sybille Bammer steuerte im österreichischen Duell gegen Daniela Kix mit 6:4 und 6:4 den zweiten Punkt bei. Katerina Siskova erhöhte, als sie Luisa Marie Huber mit 6:2 und 6:4 keine Chance ließ. Es sah also gut aus für die Mannschaft des TC in der Begegnung mit den Münchnerinnen. Dabei liefen die zurückliegenden Spiele nicht immer glänzend.

Als die Rumänin Laura-Iona Andrei in einem Spiel mit sehr hohem Niveau Konkurrentin Angelika Bachmann im ersten Satz mit 6:0 abfertigte und auch im zweiten Satz mit 7:5 die Nerven behielt, wuchs das Punktekonto der Ambergerinnen weiter. Den fünften Punkt steuerte Tereza Jankovska bei, die im Match-Tiebreak souverän spielte und am Ende mit 10:2 gewann.

Lediglich Martina Boreck hatte Pech: Sie musste sich nach einem unglücklich verlorenen Tiebreak gegen Lena Hofmann von Luitpoldpark München geschlagen geben. Das störte die Schanzl-Damen und Trainer Petr Strobl angesichts der Leistungen in den drei Doppeln aber nicht weiter. Denn auch die Doppel gewannen die Ambergerinnen verdient.

Die Amberger Damen machten mit dem Resultat einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt in der zweiten Liga. Von einem 8:1-Kantersieg hatte vorab kaum eine Spielerin zu träumen gewagt. Doch völlig sicher dürfen sich die Schanzl-Damen nicht fühlen – entscheidend wird für sie ihr Saisonfinale am 17. Juni gegen die Damen des TC Augsburg Siebentisch.


 

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