Fest auf vier Rollen mit tollem Finale
Der Lette Kristaps Zvejnieks gewann den Slalom der Inline-alpin-WM in Cham. Ann-Kathrin Stolz siegte bei Damen. Für die Läufer des FC Chammünster gab es Silber und Bronze.
Cham. Äußerst spannend verlief auch der letzte Wettbewerb der Inline-alpin-Weltmeisterschaft in Cham. Am Sonntag stand erstmals ein Rennläufer auf dem Siegertreppchen, der nicht aus Deutschland kam. Kristaps Zvejnieks aus Lettland, der in dieser Inline-Saison schon etliche vordere Plätze bei internationalen Wettbewerben erreicht hatte, gewann den Slalom und damit die erste WM-Medaille für einen ausländischen Rennläufer. Bei den Damen setzte sich Ann-Kathrin Stolz vom TV Neidlingen mit drei Zehntelsekunden vor Claudia Wittmann vom ausrichtenden Verein FC Chammünster durch. Sie fuhr noch vom vierten Rang nach dem ersten Lauf zur Silbermedaille (wir berichteten).
„Bahnübergang“ ein Knackpunkt
Heiß war es am Sonntagmittag, als der Slalomwettbewerb am Schulberg in Cham gestartet wurde. So war die Strecke gerade beim Bahnübergang auf der Schanze ein wenig rutschig und etliche Läufer mussten hier bei einem etwas eckiger gesteckten Tor ihre Hoffnungen auf eine Topplatzierung begraben, weil sie stürzten oder einen „Hakler“ hatten. Insgesamt blieb auch dieses Rennen ohne größere Verletzungen und wurde so zu einem würdigen Abschluss einer äußerst gelungenen Inline-alpin-Weltmeisterschaft.
Die führende Jana Börsig stürzte
Bei den Damen lag nach dem ersten Lauf Jana Börsig von der TG Tuttlingen knapp vorne, doch sie stürzte und rutschte auf hintere Ränge ab. So war der Weg frei für Ann-Kathrin Stolz, die vor dem zweiten Durchgang noch auf Platz fünf gelegen hatte. Doch mit 29,27 Sekunden im zweiten Lauf fuhr sie rund 35 Hundertstelsekunden schneller als Claudia Wittmann und schnappte der Minstacherin noch die Goldmedaille weg. Dritte wurde nach zwei guten Läufen Ann Krystina Wanzke, DAV Neu-Ulm. Auch die Herren machten es spannend, auch wenn der spätere Sieger Kristaps Zvejnieks nach dem ersten Lauf einen respektablen Vorsprung vor seinen Konkurrenten hatte, zu denen überraschend auch Markus Weigl vom FC Chammünster zählte. Der hatte heuer noch kaum trainiert, fuhr aber mit seiner kraftvollen Fahrweise im ersten Durchgang unter die ersten Zehn. Sein immer bis zum Limit gehender Einsatz führte dann zu einem Sturz im zweiten Lauf. Zvejnieks Vorsprung reichte
So war es wieder mal Sebastian Gruber, der die Farben des FC Chammünster und des Bayerwaldes bestens vertrat. Mit zwei schnellen und sicheren Läufen erreichte er schließlich die Bronzemedaille, nur geschlagen von Zvejnieks und Manuel-Alessandro Zörlein, DAV-Neu-Ulm, der mit 27,82 Sekunden Laufbestzeit erzielt hatte.






