Kuriose Konstellationen vor dem Finale
Drei Teams könnten in Kreisliga und Kreisklasse punktgleich auf dem Abstiegsrelegationsplatz landen – für Lengfeld wäre das der Untergang.
Für Lengfeld (in rot) gäb’s bei Punktgleichheit kein Entscheidungsspiel. Es zählen die direkten Duelle. Foto: ewg
Landkreis. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Selten trifft dieser Fußballerausspruch so exakt zu wie am Ende einer Saison. Wenn am Sonntag der Abpfiff in allen Ligen des Fußballkreises Landshut erfolgt – geht’s erst richtig los. Auf viele Mannschaften wartet die Relegation. Wer um Auf- und Abstieg spielen muss bzw. darf, könnte nach dem Wochenende in einigen Ligen noch offen sein. In der Kreisklasse Kelheim etwa drohen drei punktgleiche Teams im Ringen um den Klassenerhalt. Damit wären Entscheidungsspiele notwendig.
Gruppenspielleiter Richard Sedl-maier brütet über den Szenarien. SV Saal, TSV Offenstetten und SpVgg Kapfelberg könnten alle auf 27 Zählern kommen. Möglich wäre auch eine Punktlandung von SC Mitterfecking, Offenstetten und Kapfelberg bei 29 Zählern (Saal hätte bei einem Sieg 30). „Unter den jeweils drei Mannschaften hätten wir einen direkten Absteiger und den Abstiegsreleganten zu ermitteln“, erklärt Sedlmaier, „dazu muss aber erst der gerettete Klub ausgespielt werden.“
Drei „Vorspiele“ bis zur Relegation
Das heißt: Zuerst wird innerhalb des Trios eine Paarung ausgelost. Die dritte Mannschaft hat ein Freilos und spielt gegen den Sieger der ersten Partie. Der Gewinner aus diesem zweiten Aufeinandertreffen ist gerettet. Der Verlierer des Spiels duelliert sich schließlich mit dem Verlierer der ersten Begegnung um Direktabstieg und Relegationsplatz. „Käme es tatsächlich so, würde die Relegation selbst erst in zehn Tagen beginnen.“
In der Kreisliga Landshut ist eine ähnliche Konstellation möglich – aber sie wird nicht über Entscheidungsspiele geklärt. Denn in dieser Klasse fallen sie wegen der Ligareform aus. „Ganz kann ich es nicht nachvollziehen, aber der Verband hat es festgelegt“, so der Gruppenspielleiter. Drei punktgleiche Mannschaften würden eine Sondertabelle nach sich ziehen. Für den SV Lengfeld wäre das bitter: Der Klub weist in den Vergleichen mit den infrage kommenden Vereinen Ergoldsbach, Ettenkofen und Weihmichl die schlechteste Bilanz aus. Folge wäre die Abstiegsrelegation oder – sollte Weihmichl mit Lengfeld und Ettenkofen gleichziehen – der Abstieg. Auch in der Titelfrage gilt der direkte Vergleich, hier hätte Landshut-Münchnerau das bessere Ende für sich.
„Wie werden wir das hinkriegen?“
Entscheidungsspiele ziehen indes in den A-Klassen Landshut und Nord herauf. „Das würde unter anderem bedeuten, dass der Abstiegsrelegant der Kreisklasse Kelheim warten müsste“, weiß der Gruppenspielleiter. Fußballkreis-Boss Hans Wimmer runzelt die Stirn: „Wir wollten in zwei Wochen mit der Relegation durch sein. Ich bin schon selbst gespannt, wie wir das alles hinkriegen.“ Am Montag, 19Uhr, werden im Gasthaus Pöllinger in Pfeffenhausen die Termine und Ansetzungen ausgetüftelt. Vielleicht bleiben die Szenarien mit Punktgleichheit allesamt auch aus – dann ging’s mit der Relegation wie geplant am Pfingstsamstag los.

