Sport aus der Region Kelheim 05.07.2012, 14:15 Uhr

Junge ATSV-Damen in Oberliga

Kelheims A-Jugend-Handballerinnen schafften im letzten Qualifikationsturnier den Sprung nach oben. Ein Sieg reicht dafür.

Regina Pirthauer (beim Wurf) und ihre Teamkolleginnen gewannen die entscheidende Partie. Foto: Archiv

Regina Pirthauer (beim Wurf) und ihre Teamkolleginnen gewannen die entscheidende Partie. Foto: Archiv

kelheim. Sportverbände sind durchaus findig, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Die Reform der Fußball-Ligen gibt Zeugnis davon. Im Handball ändern sich nun Klassen im Jugendbereich. Was früher Bezirksoberliga hieß, wird jetzt zur BZÜO, zur „bezirksübergreifenden Oberliga“. Nach dem Ende der Saison 2011/12 ging es darum, die Teams für diese Klasse zu ermitteln. Ein Bewerber war der ATSV Kelheim mit seinen A-Juniorinnen, die nun in der letzten Konkurrenz den Sprung nach oben schafften.

Es war das dritte Turnier im Reigen der jungen Damen aus der Kreisstadt. In jeder Runde stiegen die vorne platzierten Teams auf; die Mannschaften auf den hinteren Rängen bekamen beim nächsten Quali-Turnier eine neue Chance. Für den ATSV war der Showdown in Erlangen angesagt. Im Vergleich mit Gastgeber SC Eltersdorf, HG Zirndorf und TV Roßtal musste zumindest ein Gegner besiegt werden, um die BZÜO zu erreichen.

Mit nur sechs Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen reiste Kelheim an. Gegen Zirndorf verkaufte sich der ATSV bis zur Pause überraschend gut und lag nur 7:9 zurück. Aber alle Vorsätze für die zweite Hälfte wurden von einer Serie von sieben Toren für die HG zunichtegemacht. Mit 10:21 ging die Partie glatt daneben.

Der zweite Kontrahent, TV Roßtal, war übermächtig. Das wussten die Kelheimerinnen im Vorhinein und schonten ihre Kräfte. Das Ergebnis von 8:19 war mehr oder weniger einkalkuliert. Die Leistung der jungen Ersatztorhüterin Luca Brandl ragte dabei heraus. Sie ist drei Jahre jünger als ihre Mitspielerinnen.

Gegen Eltersdorf galt es nun – siegen oder fliegen. Die Nervosität war beiden Teams anzumerken. Die Abwehr der ATSV-Mädels stand zwar solide, aber das Angriffsspiel war in der ersten Halbzeit nicht vorzeigbar. Auch der Gastgeber machte es nicht besser. Das 3:3 zur Pause bezeugte Magerkost. Die Knie zitterten bei einigen Spielerinnen noch mehr. Auch in der zweiten Hälfte bewegte sich zunächst nichts. Doch endlich fand Kelheim ins Spiel. Drei Tore in Folge ließen den Knoten platzen. Die A-Juniorinnen des ATSV stürmten zum 11:5-Sieg und jubelten über den Aufstieg.


 

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