Der ASV blamiert sich
Neumarkt geht beim Schlusslicht mit 0:3 unter und hat ein Torwartproblem.
NEUMARKT. Der ASV Neumarkt hat sich mit einer 0:3-Niederlage beim Tabellenletzten FC Tegernheim kräftig blamiert und geht nun schweren Zeiten entgegen. Spielleiter Wolfgang Seipel fehlten bei seiner Spielanalyse ob der enttäuschenden Leistung seines Teams buchstäblich die Worte. „Wir waren von unserer Seite zu keiner Zeit in der Lage, den keineswegs überragenden Platzherren Paroli zu bieten. Die Tegernheimer spielten, was sie können, nämlich viel Härte und engagiertes Zweikampfverhalten und das reichte, um einen desolaten ASV Neumarkt in Schach zu halten“, beklagte er. Das frühe Gegentor in der 5. Minute durch Schöppl aus gut 30 Metern, das Torhüter Zois auf seine kappe nehmen muss, verunsicherte den ASV offensichtlich in erheblichem Maße.
So gab es in Hälfte eins für die Gäste nur eine nennenswerte Möglichkeit, als Ehrl mit einem Kopfball am Torhüter scheiterte. Dann bis zur 45. Minute Tristesse pur auf beiden Seiten und das Spiel plätscherte ereignislos dahin. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff dann der zweite Nackenschlag für die Kirschtruppe. Schießl erkämpfte sich 20 Meter vor dem Tor den Ball, lief unbedrängt noch ein paar Meter und zog dann flach ins rechte Eck unhaltbar ab. In der Pause wechselte Kirsch Beloruss für Eger ein und für den gelb/rot gefährdeten Hablowetz kam Rekic ins Spiel. Doch es wurde nicht besser.
„Wir versuchten es zwar, doch unterm Strich kam nichts dabei heraus“, übte Seipel weiter Kritik. Das 3:0 der Hausherren dann in der 71. Minute nach der besten Aktion im ganzen Spiel. Mit einem Doppelpass wurde die Neumarkter Abwehr förmlich ausgehebelt und Schießl markierte seinen zweiten Treffer. Nun, wo es zu spät war, zeigte auch der ASV einige brauchbare Aktionen. Wiedmann traf den Pfosten. Oktay verstolperte vor dem leeren Tor und Rekic scheiterte ebenfalls völlig frei vor dem Tor am Keeper. Das war’s dann in einer Partie, die nur ganz selten Landeliganiveau erreichte und in der die Niederlage für den ASV als verdient eingestuft werden muss. Nun muss man sich am Deininger Weg gewaltig am Riemen reißen und punkten. Trainer Hubert Kirsch stehen sicherlich keine leichten Wochen bis zur Winterpause bevor, um das ASV-Schiff wenigstens von der Abstiegsregion fern zu halten, der Zug nach vorne ist in weiter Ferne.
ASV-Coach Hubert Kirsch war nach der Partie maßlos enttäuscht: Wir haben es nach dem Gegentor in der 4. Minute zu keiner Zeit geschafft für Gefahr zu sorgen. Wir waren ab da sehr verunsichert. Ich sehe ein echtes Torwartproblem und wenn Stammkeeper Rene Uebler nicht bald fit ist, gehen wir schweren Zeiten entgegen. (ngl)



