Schmetterball ist der Reiz
Die Badmintonspieler des TSV Wolfstein sind in einer außerordentlich guten Lage: Sie haben keine Nachwuchssorgen.
Dies ist die Kindergruppe der Wolfsteiner Badmintonspieler um Heribert Schreglmann. Beim Training geht schon ganz schön zur Sache. Foto: Schlittenbauer
Neumarkt.
Badminton boomt beim TSV und Jugendtrainer und Abteilungsleiter Heribert Schreglmann hat keinen geringen Anteil daran.
Zwei Mal pro Woche ist er von 17.30 Uhr bis nach 22 Uhr in der Schulturnhalle Wolfstein, um sich um seine Schützlinge zu kümmern. „Es macht riesigen Spaß, mit den Kindern zu arbeiten“, sagt er. Schreglmann hat an acht Wochenenden den C-Trainerschein gemacht und verfügt über vier Assistenztrainer im Alter zwischen 15 und 17 Jahren.
Hier verfolgen die Wolfsteiner ein Konzept, das sich in immer mehr Vereinen bewährt. Sie binden die Jugendlichen in den Trainingsbetrieb ein: „Die Jugend hat eine höhere Akzeptanz, die Trainer sind auch gleichzeitig Vorbilder“, sagt Heribert Schreglmann.
Dass Badminton beim TSV Wolfstein Spaß macht, dies spreche sich schnell in der Schulklasse herum, auch über Internet kommen Kontakte zustande – und die Eltern kennen sich meist gegenseitig und bringen sportlichen Nachwuchs in den Verein. Insgesamt tummeln sich rund 50 Kinder zwischen acht und 17 Jahren in der Badmintonabteilung des TSV Wolfstein. Viele kommen aus Wolfstein und dem Altenhof.
Vier Felder in der Halle
„Wir sind bunt gemischt von den Altersklassen her“, sagt Heribert Schreglmann. Das Training wird allerdings nach Alter aufgeteilt. In der Wolfsteiner Schulturnhalle kann auf vier Feldern trainiert werden, das nach Alter dreigeteilte Training findet Dienstag und Freitag statt.
„Toll ist, dass uns die Stadt Neumarkt die Halle auch in den Ferien zur Verfügung stellt“, sagt Heribert Schreglmann. Denn im Badminton gibt es keine lange Pause, lediglich drei Wochen im August ruht der Federball. „Wir müssen das Niveau für die Turniere halten“, sagt der Abteilungsleiter, „deshalb müssen die Kinder immer am Ball bleiben.“
Wie sieht ein Anfänger-Training mit den Kleinen aus? Etwas überraschend – es wird zunächst Klobürsten-Fußball gespielt. Diese etwas außergewöhnliche Sportart zählt durchaus zum offiziellen Trainingsprogramm, das auch bei der Ausbildung gelehrt wird. Mit (neuen!) Klobürsten wird einem kleinen Fußball hinterhergejagt. Aber auch andere Ballspiele werden eingebaut – und Lauftechniken. „Laufen und Beinarbeit sind das Wichtigste im Badminton“, sagt Schreglmann.






