Sport aus der Region Neumarkt 29.06.2012, 12:13 Uhr

Die 48 Kehren geknackt

Elf Triathleten vom Verein Windschatten Neumarkt stürzten sich am Wochenende in das Abendeuter „Dreiländergiro“.

Die Windschatten-Triathleten waren beim Dreiländergiro dabei.

Die Windschatten-Triathleten waren beim Dreiländergiro dabei.

Landkreis. Die Zeitnahme beim Start erwies sich als unerwartetes Nadelöhr und so dauerte es ein paar Minuten, bis alle Radfahrer aus Neumarkt das Rennen aufnahmen.

Der Dreiländergiro beginnt ohne Vorwarnung mit gut 100 Höhenmetern hinauf zum Reschenpass, und spätestens am Grenzübergang nach Südtirol kennt man die Bedeutung des Begriffs „Anlauf-Laktat“. Mit einem flotten Tempo rauscht das Peloton über den größten Schwemmkegel der Alpen, die Malser Haide, hinunter nach Glurns. Nun wurde es ernst für die zwei Frauen und neun Männer und das Stilfser Joch mit einem Anstieg von 24 km, 1850 Höhenmeter und 48 Kehren stand bevor. Während der anstrengenden Bergauffahrt hatte jeder der 3500 Starter Zeit, sich auszurechnen, wie lange er bis zum Gipfel brauchen würde.

Die „Schnelleren“ rund zwei Stunden, die etwas „Langsameren“ drei Stunden Bergauffahrt. Heilfroh, die unsäglichen Schotterpassagen am Ende der Stilfserjoch-Abfahrt ohne Unfall und Panne überstanden zu haben, kamen die Radfahrer in St. Maria an.

Unterwegs waren für alle Teilnehmer fünf „Labestationen“ aufgebaut, wo sich Mann und Frau stärken konnten. Der dritte Pass an diesem Tag, der in der Schweiz gelegene Ofenpass, hat zumindest den Vorteil, dass viele seiner 800 Höhenmeter relativ unauffällig verteilt sind. Sobald die „richtige“ Steigung beginnt, ist die Passhöhe bald erreicht und die 27 Kehren und der viele Verkehr wurden von den Neumarkter Triathleten gelassen gemeistert.

Nach 45 Kilometer mehr oder weniger flach verlaufender Strecke durchs Unterengadin und vielen Baustellen ist die „Norbertshöhe“ ein letzter herrlicher Pass, da er eine überschaubare Länge und Steigung hat und nicht mehr weit vom Ziel der Radler, nämlich Nauders, entfernt liegt. Insgesamt hat dieser Giro 3300 Höhenmeter und eine Länge von 170 km und führt durch drei Länder. Alle Triathleten kamen entweder allein oder in der Gruppe und gesund an. Die Finisher-Zeiten lagen von den Neumarktern zwischen 6.30 und acht Stunden.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

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