Sport aus der Region Regensburg 19.05.2009, 08:36 Uhr

Wie ein Malaysier den Zeitplan beeinflusst

Im Vorfeld der Sparkassen-Gala am 7. Juni ist Flexibilität alles. Livestream-Premiere in Regensburg

Drei Leichtathletik-Macher und ein Sponsor: Die Meeting-Direktoren Kurt Ring und Jochen Schweitzer (von links) mit Franz-Xaver Lindl (Sparkasse) und Otto Prinzing (Sport athletics GmbH) fiebern dem 7. Juni entgegen.Foto: Wotruba

Drei Leichtathletik-Macher und ein Sponsor: Die Meeting-Direktoren Kurt Ring und Jochen Schweitzer (von links) mit Franz-Xaver Lindl (Sparkasse) und Otto Prinzing (Sport athletics GmbH) fiebern dem 7. Juni entgegen.Foto: Wotruba

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Es sind noch 19 Tage bis zur Sparkassen-Gala der Leichtathleten am 7. Juni in Regensburg, und immer noch gilt es flexibel zu organisieren. So sorgte Lee Hup Wei, ein Olympia-Teilnehmer in Peking 2008 aus Malaysia, dafür, dass Hochsprung Gnade vor den Augen der Organisatoren der LG Telis Finanz Regensburg fand und nun doch Teil des Zeitplans (Vorprogramm ab 10 Uhr, Hauptprogramm ab 15 Uhr) im Universitätsstadion ist.

Der Mann hat eine beachtenswerte Bestleistung von 2,27 Metern und wollte unbedingt starten. „Vielleicht lockt so ein Mann ja noch andere an“, sagte Meeting-Direktor Kurt Ring gestern bei einer Pressekonferenz, bei der auch die Sponsoringverträge mit Titelsponsor Sparkasse unterschrieben wurden. Auch die Speerwerfer kamen nachträglich dazu.

Regensburg hat sich etabliert im Kreise der deutschen Meetings: Trotz des kleinen Etats gehört die Gala deutschlandweit zu den Top Fünf, ist vom Weltverband um Position 50 herum eingestuft. Die rund 1000 Teilnehmer sorgen für ein einmaliges Flair: Nachwuchskräfte und Stars gehen an einem Tag an den Start, Breite und Spitze sind hübsch verwoben, und sorgten in den vergangenen Jahren für Kulissen um die 3000 Zuschauer.

18 offizielle Qualifikations-Wettbewerbe ziehen im WM-Jahr von Berlin auch heuer die nationale Spitze an, für die es zudem um die Teilnahme an der Team-Europameisterschaft in Portugal (der Nachfolge-Wettbewerb des Europacups) geht. Die Sprinter haben sich längst mit den Uni-Bahnen angefreundet, besonders Tobias Unger, der in der Oberpfalz stets auftrumpfte. „Wenn er gut drauf ist, geht’s vielleicht sogar in Richtung des deutschen Rekords von 20,20 Sekunden. 20,48 ist Unger hier ja schon gelaufen“, sagt Ring.

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