Gesamtschwimmklub nimmt Gestalt an
RT und DJK Sportbund stimmen der Vereinigung zu. Für den Regensburger Schwimmsport beginnt ein neues Kapitel.
Vereinigt: Schwimmer von der Regensburger Turnerschaft und dem DJK Sportbund ziehen künftig gemeinsam ihre Bahnen.Foto: Nickl
REGENSBURG.
Das „Internationale Speedo Swim Meeting“ findet im nächsten Jahr vom 16. bis 18. April statt – und wie es aussieht, wird das ein einschneidendes Ereignis für den Regensburger Schwimmsport sein. An diesem Wochenende will sich der neue gemeinsame Schwimmklub der Öffentlichkeit präsentieren. Noch gibt es den „Gesamtschwimmverein“, wie die Beteiligten von der RT und dem DJK Sportbund ihr Projekt nennen, nicht. Aber die Gründung steht offenbar kurz bevor: Wie die MZ erfuhr, soll der neue Klub noch vor Weihnachten unter notarieller Beteiligung ins Vereinsregister aufgenommen werden. „Endlich wächst zusammen, was zusammengehört“, sagt Claus Ludwig, Chefcoach des DJK SB und einer der treibenden Kräfte der Vereinigung.
Für den Regensburger Schwimmsport beginnt dann ein neues Kapitel – und ein erfolgreiches dazu, wenn es nach Ludwigs Willen geht. Bislang gruben sich die Schwimmabteilungen der beiden Traditionsvereine gegenseitig eher das Wasser ab, als dass die Konkurrenz sie befruchtete. Die Rivalität soll bald Vergangenheit sein; künftig will man unter einem Dach die Kräfte bündeln und so im deutschen Schwimmsport eine gewichtigere Rolle spielen. Die Bedingungen im Westbad wären dafür wie geschaffen. „Regensburg hat das Potenzial dazu, davon sind wir alle überzeugt“, sagt Stephan Hellwig, Schwimm-Abteilungsleiter der RT.
Erstaunlich ist das hohe Tempo, mit dem die Hauptbeteiligten ihre Pläne umsetzen. Mitte November lotete die RT auf einer „Informationsveranstaltung“ die Stimmung unter ihren Mitgliedern aus. Anfang Dezember, keine drei Wochen später, beschäftigte sich unter Beisein von Bürgermeister Gerhard Weber und den Klub-Präsidenten Franz Rieger (RT) und Helmut Petz (DJK SB) ein sogenannter Runder Tisch mit dem Projekt. Laut Ludwig nannte Bürgermeister Weber das Vorhaben „eine historische Gelegenheit für den Regensburger Schwimmsport“. Auch Bernd Reinhard Hetzen-ecker, Geschäftsführer der Stadtwerke, des Betreibers der Hallenbäder, unterstützt die Vereinigung. „Alle haben uns gesagt, dass sie bei der Neugründung keine Steine in den Weg legen wollen“, so Ludwig gegenüber der MZ.
Er und seine Mitstreiter wollen in den nächsten Wochen in verschiedenen Arbeitsgruppen die Umsetzung des Konzepts vorbereiten. In juristischer, personeller und nicht zuletzt finanzieller Hinsicht gibt es noch viel zu tun. Am 17. Januar soll eine große Mitgliederversammlung stattfinden, und am gleichen Tag will man die Medien über den Stand der Dinge informieren. Beim „Speedo-Meeting“ im April sollen dann auch Top-Schwimmer unter den Teilnehmern sein.
Wie der neue Regensburger Gesamtschwimmverein heißen wird, ist noch ungewiss. Mittels eines Namens-Wettbewerbs will man die Öffentlichkeit miteinbeziehen. „Wir sind uns alle einig: Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige“, sagt Claus Ludwig. Der Anfang ist gemacht.



