ESV-Trainerin Judith Pimpl warnt ihr Team vor Grenzach
Für den Regensburger Drittligisten steht der 550-Kilometer-Trip ins Dreiländereck an. Personelle Probleme erschweren die Aufgabe.
REGENSBURG.
Dritte Liga pur: 550 Kilometer sind zu fahren – einfach. Abfahrt ist Samstagmittag, Anwurf um 19.30 Uhr. Anschließend Übernachtung, und bis Sonntagabend wollen die Regensburgerinnen wieder zurück sein an der Dechbettener Brücke. Den Auswärtstrip der laufenden Saison schlechthin haben die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg (7., 16:14) am Wochenende zu bewältigen. Es geht in den südwestlichen Zipfel der Bundesrepublik: Grenzach. Vielleicht ist es bis auf weiteres der letzte Marathon ins Dreiländereck – der gastgebende TV Grenzach rangiert mit 9:21 Zählern auf Rang zwölf, dem ersten Abstiegsplatz im 14er-Feld der 3. Liga Süd.
Jahr für Jahr krempeln – im Gegensatz zum ESV 1927 Regensburg – die Verantwortlichen in Grenzach den Kader um. Dass auch Spielerinnen aus der benachbarten Schweiz und Frankreich dem Ball nachjagen, ist (fast) logisch. Aktuell komplettieren Akteure aus Rumänien, Polen, Ungarn und der Slowakei die Mannschaft des heutigen Gastgebers. Trotz aller Bemühungen: Der TV spielt erneut gegen den Abstieg. Übrigens: ESV-Winterneuzugang Stephanie Jung spielte bis vergangenen Sommer in Grenzach, veränderte sich dann beruflich nach Ingolstadt.
Kontinuität wird dagegen in Regensburg groß geschrieben: Abteilungsleiter Dieter Müller ist gefühlte 40 Jahre im Amt, Trainerin Judith Pimpl – sie galt schon zu ihrer aktiven Zeit als die Galionsfigur schlechthin – sitzt seit Sommer 2006 auf der Bank. Ähnlich verhält es sich mit den Spielerinnen. Die „Auswärtigen“ – Ines Flesch und Monika Stoilovova – waren schon in der Zweitliga-Saison 2004/2005 dabei, und die Mintrachinger Fraktion – Vera Balk, Nicki Odersky und Carina Stöhr – ist seit Jahren nicht mehr aus dem Team wegzudenken.
Ex-Grenzacherin Jung war mit ihren Trainingsklamotten am Donnerstag eine „Reizfigur“. Die Halblinks zog sich ein Grenzacher Trikot über. „Willst du uns jetzt schon motivieren?“, war der allgemeine Tenor, so Trainerin Judith Pimpl.
In Grenzach muss die Trainerin der Regensburger personelle Abstriche machen: Spielmacherin und Abwehrchefin Denise Heinemann wartet immer noch auf die Diagnose ihrer Fußverletzung. Halblinks Stoilovova ist verhindert und Lucie Havlova noch im Urlaub. Zudem hat sich bei Spielmacherin Carina Stöhr eine alte Knöchelverletzung bemerkbar gemacht.


