Trainer ist stolz auf das größte Talent
ECR-Aushängeschild Maria Herceg gewinnt auch den Deutschland-Pokal in Dortmund und wiederholt ihre Punkte-Bestmarke.
ECR-Trainer Ferdinand Dedovich und sein Schützling Maria Herceg im trauten Gespräch an der Bande: Im Deutschland-Pokal in Dortmund lief es wieder bestens für das Duo. Foto: Herceg
REGENSBURG.
Es geht nicht nur um Plätze im Eiskunstlauf, sondern vor allem um Punkte: Nach den Bavarian Open jubilierte Trainer Ferdinand Dedovich Anfang Februar, dass sein Schützling Maria-Katharina Herceg die persönliche Bestmarke auf stolze 133,20 Punkte gesteigert hatte. „Das wird beim Nachwuchs-Pokal kaum wiederholbar sein“, sagte der ehemalige Olympia-Teilnehmer damals. Herceg, das aktuelle Aushängeschild des EC Regensburg, aber kam jetzt in Dortmund bis auf zwei Pünktchen heran an jenen Wert von Oberstdorf und gewann mit fast 16 Zählern Vorsprung überlegen den Wettbewerb der Juniorinnen. „Wir sind alle unheimlich stolz auf sie“, sagt Dedovich. „Wir freuen uns unheimlich über ihre Erfolge.“
Dieser Tage saß der ECR-Trainer über der Saisonstatistik und stellte fest, dass „Maria heuer einfach durchgehend gut gelaufen ist und alles weit über dem Soll abschloss“. In Dortmund lag sie zwar auch schon nach dem Kurzprogramm auf dem ersten Rang im Wettstreit mit 26 Konkurrentinnen, war aber „stinkig, weil einiges nicht so war, wie sie wollte“. Herceg zeigte Reaktion, auch weil sie sich nach zwei Jahren mit einer Topleistung von ihrer Kür verabschieden wollte. Wie sie das, tat fand nicht nur ihr Trainer Dedovich „bemerkenswert: Sie hat alles so hingekriegt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten vier dreifache Sprünge geplant, drei davon gelangen mit Bravour.“ Nun beginnen in den Pfingstferien die Arbeiten an einem neuen Kürprogramm.
Mit dem Sieg in Dortmund beschenkte sich die ECR-Spitzenläuferin auch vorzeitig selbst zu ihrem 14. Geburtstag, den sie noch in diesem Monat feiert – und sie heimste Lob von höchster Stelle ein. „Die Bundesnachwuchstrainerin meinte, wenn Maria ihre Form so stabil hält, wäre sie eine Kandidatin für die Junioren-Weltmeisterschaft“, berichtete Ferdinand Dedovich, der selbst aber „auf die Bremse“ tritt und Vorsicht walten lassen will. „Wer schnell raufkommt, fällt auch schnell. Sie geht jetzt eine Stufe rauf, da sind die Maßstäbe andere. Bis jetzt hat sie immer wenig Druck gehabt.“
Auch die Fachpresse ist auf das Talent aus der „Eiskunstlaufprovinz“ aufmerksam geworden: Auch das zeigt, dass die Schülerin des Wernervon-Siemens-Gymnasiums auf einem neuen Niveau angekommen ist. „Man muss ja auch erst einmal sehen, was nächstes Jahr an Unterricht dazukommt und wie stabil die drei Dreifachen bleiben, wenn wir an neuen Sprüngen arbeiten.“
Für diese Saison, in der der ECR noch bis 30. März Eis in der Donau-Arena hat, ist es aber nun genug mit Wettkämpfen. „Diese Trainingsphase ist wichtig, um dazuzulernen“, sagt Dedovich. „Man soll es ausklingen lassen, wenn man sich gut fühlt.“ Und wer, wenn nicht Maria Herceg, hatte dazu in dieser Saison allen Grund.

