Regensburg Baskets fragen Meister Bamberg um Rat
Abteilungsleiter Ziegler gewinnt im Gespräch mit Brose-Baskets-Boss Heyder neue Ideen für seinen Klub.
Wolfgang Heyder hat die Brose Baskets Bamberg als Geschäftsführer an die Spitze des deutschen Basketballs geführt. Foto: dpa
REGENSBURG.
Die Regensburg Baskets lernten schnell und viel, schon während ihrer Aufstiegssaison. Durch gemachte Fehler wurden sie immer wieder gezwungen, zu überdenken, wie man einen erfolgreichen Verein aufbaut. Nachdem der Klassenerhalt in der 2. Regionalliga gesichert war, suchte Baskets-Abteilungsleiter Alexander Ziegler den Rat eines der erfahrensten Basketballköpfe in ganz Deutschland – dem Geschäftsführer des deutsche Basketball-Meisters Brose Baskets Bamberg Wolfgang Heyder. Ziegler traf den Bamberger Basketball-Boss am 1. April, nur einen Tag nach dem erfolgreichen Heimsieg gegen den BBV Leipzig.
Bestens informiert
Ziel des Gesprächs war laut Ziegler ein Erfahrungsaustausch darüber, welche Fehler vermieden werden sollten und über die nächsten Schritte, die es bei den Regensburg Baskets zu definieren gilt. Obwohl sich Heyder schon voll und ganz in der Planung für die 2012/13 Saison befindet, war ihm das Projekt in der Oberpfalz nicht unbekannt. „Ich fand es sehr imposant, dass er über unsere Situation ziemlich gut Bescheid wusste, obwohl er selbst sehr viel um die Ohren hat,“ meinte Ziegler. Er nahm sehr viele wichtige Anregungen aus dem Gespräch mit, vor allem, „wie eine sinnvolle Strukturierung und Aufgabenverteilung umzusetzen ist“. Schon allein bei einem Heimspiel sei sehr viel zu organisieren. Hier gelte es laut Heyder einzelne Aufgaben sinnvoll und effektiv zu koordinieren. Weiterhin ist die Koordination der Trainingszeiten aller Mannschaften mit einer Planung der Hallenzeiten usw. im Rahmen der Aufgabenverteilung zu nennen.
Jugendarbeit enorm wichtig
Andere Impulse, die Ziegler gewann, waren „Ansätze für die Personalgewinnung und -führung“. Sehr wichtig sei zudem, „Geduld und Durchhaltevermögen“ zu beweisen und „solides Wirtschaften“ zu betreiben.
Bei all dem Erreichten mit der ersten Herren-Mannschaft sehen die Regensburg Baskets auch die Jugendarbeit als wichtigen Bestandteil im Regensburger Basketball. Auch diese gilt es konzeptionell voran zu bringen.
Obwohl das letzte Heimspiel-Event gelungen war, brachte Ziegler das Gespräch „ein deutliches extra an Motivation“, wie er es selbst formulierte. Ziegler fand Heyder sehr hilfsbereit, auch weil „er ein besonderes Interesse daran hat, Basketball in der Breite weiter voranzubringen, da ja in Ostbayern nicht wirklich viel Basketball zu finden ist“.
Ziegler überlegt schon jetzt intensiv, wie er die Tipps umsetzen kann, um die Baskets weiter zu entwickeln. Eines ist sicher: die Unterhaltung mit Heyder hat die Regensburg Baskets schon jetzt ein großes Stück weitergebracht – schon allein deshalb, weil dadurch Fehler vermieden werden, die man ohne die Anregungen wahrscheinlich gemacht hätte.

