Vom zweiten Platz in den Graben
Leo Wolf scheidet beim Regen-Rennen im Erzgebirge aus, zeigt aber trotzdem, dass er in der 1600er-Klasse mithalten kann.
Leo Wolf in seinem Suzuki Swift SportFoto: Wolf
Regensburg.
Nach den erfolgreichen Tests mit zwei dritten Plätzen bei der Pfalz-Westrich Rallye und der Rallye in Tiefenbach hatte sich das Team von Leo Wolf für das erste Rennen der Saison im Erzgebirge einiges erhofft.
Wolf wagt sich dieses Jahr an die ADAC Rallye Masters und startet dort in der 1600er Klasse. „Ziel ist es, am Ende des Jahres mit der Spitze mitzuhalten“, sagte Leo Wolf. Neue Beifahrerin ist in dieser Saison Stefanie Fritzensmeier (32) aus Lemgo. „Sie hat schon viel Erfahrung und von ihr kann ich bestimmt noch einiges lernen“, sagte der 21-Jährige. Unterstützt wird das Team von Wolf-Dieter Ihles Finanzdienstleister-Firma SAM.
Mit einem nagelneuen Suzuki Swift Sport, gemietet von Manfred Schmack, ging es am Freitagabend bei der Erzgebirge-Rallye auf die Strecke. In der ersten Prüfung stellte der Regensburger ein Mal mehr seine guten Leistungen aus den Testrennen unter Beweis und reihte sich auf einem beachtlichen vierten Platz ein. „Ich konnte mich immer besser auf das neue Auto einstellen und meine Beifahrerin und ich spielten uns nach und nach mehr ein“, sagte Wolf. Am zweiten Renntag kämpfte er sich trotz aller Tücken der Strecke sogar bis auf den zweiten Rang vor, bis die Erzgebirge-Rallye ihrem Namen alle Ehre machte. Die Rallye ist allseits bekannt für ihre wechselnden Wetterbedingungen. Da das Wetterradar ursprünglich nur eine geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit anzeigte, entschied das Team, mit Slicks zu fahren, in der Hoffnung, dass die Strecke trocken bleibt.
Als es schließlich doch zu Regenfällen kam, ging es auf der Rennstrecke drunter und drüber. Die Teams, die sich gegen die Regenreifen entschieden hatten, hatten nun größte Probleme, ihre Fahrzeuge auf der Strecke zu halten. Es kam zu etlichen Ausfällen. Auch Wolf konnte seinen Suzuki bei der glatten Fahrbahn nicht mehr auf der Strecke halten und rutschte in einen Graben. Da alle Versuche, das Fahrzeug wieder herauszubefördern scheiterten, schied der Regensburger an zweiter Stelle liegend aus.
Leo Wolf sah es gelassen und blickte zuversichtlich auf die Saison und die folgenden Rallyes: „Das es heute nicht geklappt hat, war Pech. Aber ich habe gesehen, dass ich mit den Zeiten der Spitze ohne größere Probleme mithalten kann und das nehme ich mit für die nächsten Rennen.“ Das nächste Rennen findet in zwei Wochen im Sulinger Land statt.

