Ligenreform sorgt für Zündstoff
Die Klubs in der Region reagieren auf die Einteilung der Spielklassen und die neue Heimspielregel mit Unverständnis.
In der vergangenen Saison trafen der ATSV Kallmünz (in Grau) und der TB Regenstauf II in der Landesliga aufeinander, in der kommenden duellieren sich die beiden Teams nicht ganz freiwillig in der Bezirksliga. Foto: Brüssel
Regensburg.
Die Einführung einer neuen dritten Liga stand schon seit langem fest. Die daraus resultierende Umwälzung der einzelnen unterklassigen Ligen war zwar unumgänglich, doch die vorläufige Ligeneinteilung für die Saison 2012/13 sorgt nun für reichlich Diskussionsstoff.
Durch zahlreiche Abmeldungen haben die verschiedenen Ligen ein vollständig anderes Gesicht bekommen. Die Kreisliga könnte aufgrund zu weniger Mannschaften komplett gestrichen werden. Die Bezirksliga besteht nun nur noch aus neun Teams und ist zudem bunt gemischt mit Absteigern, Aufsteigern und Teams, die sich freiwillig zurückstufen ließen.
Absteiger Kallmünz verwundert
In der Landesliga dagegen spielen im nächsten Jahr sechs Aufsteiger aus der Oberpfalz und Oberfranken. Vor allem bei Absteiger ATSV Kallmünz hat dies große Verwunderung und auch Verärgerung hervorgerufen.
Als Tabellenvorletzter musste man in die Bezirksliga absteigen, obwohl in der vergangenen Saison Landesliganiveau bewiesen wurde. Die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Eckert hatte unter anderem den Tabellendritten Donaustauf und den Vierten (Regenstauf II) einmal bezwungen. Im Zuge der Umwälzungen darf jedoch nicht Kallmünz in der Landesliga bleiben, sondern der Dritte der Bezirksliga, der TB Weiden, steigt ohne eine Relegation gespielt zu haben, auf. Abgesehen von den Verschiebungen in den bayerischen Ligen gibt es auch über die neue Schiedsrichter-Regelung in der Landesliga angeregte Debatten. Nur noch die Heimmannschaft hat dabei nächste Saison zwei Spiele, die beiden Gastmannschaften spielen nicht mehr gegeneinander. Außerdem gibt es in der neuen Saison vier Spieltage mehr zu absolvieren, folglich haben die Mannschaften auch mehr Heimspiele.
Für den Trainer des VC Hohenfels-Parsberg, Martin Schön, macht diese neue Regelung wenig Sinn, er stellt sie als eine tendenzielle Benachteiligung älterer Mannschaften dar. „Wir wollen einen komprimierten Spielplan und sind absolut dagegen“, so Schön, dessen Team einen höheren Altersdurchschnitt als andere hat.
Hallenproblematik in Regenstauf
Ähnlich ergeht es dem TB/ASV Regenstauf. Die erste Mannschaft ist in die Bayernliga aufgestiegen, jedoch zog der Verein seine zweite Garde trotz Klassenerhalts von der Landesliga in die Bezirksliga zurück. „Aufgrund der erhöhten Anzahl von Heimspieltagen war es für uns unmöglich, die Halle für all unsere Teams zur Verfügung zu stellen“, sagt Abteilungsleiter Oliver Niemann. Zudem besteht die Reserve überwiegend aus älteren Spielern, die wegen ihrer Familien die weiten Fahrten und damit verbundenen hohen Kosten nicht mehr auf sich nehmen wollen.
Positive Stimmen kamen dagegen vom VC Schwandorf. Trainer Gerd Spies bezeichnet die neue Regelung als zuschauerfreundlich. „Der zusätzliche Aufwand für das dritte Spiel wie bisher fällt weg“, so Spies und wies auf das „Geisterspiel“ ohne Publikum zwischen den Gästeteams hin.

