SSV Jahn zögert bei Spielortfrage
Beim Regensburger Zweitligisten ist weiter offen, wo die mit Spannung erwartete Partie gegen den FC Bayern Mitte August ausgetragen werden soll.
Auf einem Flugblatt von DFL und DFB setzen sie ein Zeichen: Der Vorsitzende des Fanklubs „Power vom Tower“ Franz Preuß, Jahn-Spieler Oliver Hein und die Regensburger Polizistin Ute Hübner.
Regensburg. Im Stadion an der Prüfeninger Straße bleiben oder in das größere Stadion nach Nürnberg ausweichen? Beim Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg lässt man sich mit einer Entscheidung, wo man denn nun das mit Spannung erwartete Spiel gegen den FC Bayern München in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals (17. bis 20. August 2012) austragen will, weiter Zeit. Die Fans müssen sich diesbezüglich noch etwas gedulden.
„Natürlich möchten wir das Spiel am liebsten im Jahnstadion austragen. Es ist allerdings unsere Pflicht, so zu handeln, wie es für den SSV Jahn Regensburg am besten ist“, sagte der kaufmännische Leiter des Regensburger Traditionsklubs Johannes Baumeister auf Nachfrage der Mittelbayerischen Zeitung. Laut Baumeister befindet man sich momentan im internen Dialog und führe Gespräche mit allen beteiligten Institutionen. Eine Entscheidung werde voraussichtlich nächste Woche fallen.
Inwieweit die Möglichkeit, dass der Pokal-Hit gegen den deutschen Rekordmeister ein finanziell noch lukrativeres TV-Spiel werden könnte, in die Entscheidungsfindung hineinspielt, ist unbekannt. Die genaue Terminierung der ersten DFB-Pokalrunde wird es nach Auskunft des Deutschen Fußballbundes wohl innerhalb der nächsten zehn Tage geben. „Vielleicht auch schon Ende dieser Woche“, erklärte Maximilian Geis von der DFB-Medienabteilung. Der Kartenvorverkauf für das Bayern-Spiel startet 23. Juli 2012 – zunächst nur für Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder. Eine Woche später startet der freie Verkauf.
Derweil beschäftigen Jahn-Sportchef Franz Gerber im Moment noch andere Dinge. Bis zum Saisonstart in gut vier Wochen soll noch der eine oder andere Neuzugang den Kader des Zweitliga-Aufsteigers verstärken. Am Montag und Dienstag waren deshalb gleich eine ganze Reihe von Spielern aus dem In- und Ausland zum Probetraining an den Kaulbachweg gebeten worden (die MZ berichtete). Inwieweit einer dieser Akteure ein Kandidat für die Regensburger ist, wird sich erst noch zeigen.
Doch auch auf anderer Ebene ist Gerber aktiv. Mit zwei gestandenen Akteuren stehe er in Verhandlungen. Mehr als dass es sich dabei um einen Angreifer und einen Mittelfeldspieler handele und beide auch bei anderen Klubs im Gespräch seien, wollte der Sportchef jedoch nicht verraten.

