Sport aus der Region Regensburg 12.10.2012, 22:27 Uhr

Ein ganz lockerer EVR-Derbysieg

Äußerst Harmlose Gäste aus Deggendorf präsentieren sich beim völlig verdienten Regensburger 6:1-Heimsieg auch nach einem Trainerwechsel ohne Feuer. Über 1600 Zuschauer sehen den EVR-Kantersieg in der Donaurena.

Der EVR hatte gegen Deggendorf keine Probleme. Foto: Schmeilzl

Der EVR hatte gegen Deggendorf keine Probleme. Foto: Schmeilzl

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

REGENSBURG. Lockerer Aufgalopp für den EV Regensburg in das Wochenende in der Eishockey-Oberliga: Beim 6:1 (3:0, 3:0, 0:1) hatten die Oberpfälzer wenig Mühe, um vor 1603 Zuschauern den harmlosen Gast aus Deggendorf klar in die Schranken zu weisen. Die Prüfung im zweiten Derby am Sonntag um 18.30 Uhr beim in Klostersee siegreichen Neuling Weiden sollte um einiges härter ausfallen.

Wie würde sich das so schlecht gestartete Deggendorf nach der überraschenden Trennung von Trainer Rudi Sternkopf präsentieren? Das war die Frage. Zehn Minuten lang sah es so aus, als könne Interimscoach Eduard Uvira in seinem ersten Spiel etwas bewirken – zumal, als Martin Ancicka wegen eines Checks gegen den Kopf für zwei plus zehn Strafminuten auf die Strafbank geschickt wurde. Sepp Menauer, der das Spiel als Sturmführer für Bogdan Selea und den Straubinger DEL-Gast Bernhard Keil begonnen hatte, vertrat den EVR-Kapitän derweil in der Defensive.

Das Gäste-Powerplay sah übrigens gut aus, brachte aber nichts ein. Und wenige Sekunden, nachdem das Regensburger Team von Trainer Leos Sulak wieder komplett war, fiel das 1:0. Beim Schuss von Michael Welter war Fire-Schlussmann Sandro Agricola die Sicht verdeckt, Keil bekam neben Menauer eine Vorlage gutgeschrieben.

Ein bisschen mehr als zwei Minuten später marschierte John Sicinski mit einem feinen Solo durch eine Abwehr ohne Gegenwehr (13.). Und spätestens Andreas Feuereckers Schlagschuss sorgte für neues Feuer in der Fire-Krise (18.). Dazwischen rettete Cinibulk bei einem Break gegen Andrew Schembri – mehr war aber auch nicht.

Die niederbayerischen Gäste sorgten höchstens mit ein paar kleinen Rauheiten vor dem Tor für Aufmerksamkeit. Ansonsten ging das Spiel auch im zweiten Abschnitt im gleichen Rhythmus weiter wie im ersten. Bei angezeigter Strafe für Fire-Stürmer Stephan Stiebinger drückte Marcel Brandt in der 30. Minute die Scheibe fein vorbereitet von Sicinski über die Linie. 70 Sekunden später traf Andreas Pielmeier trocken. Noch einmal Sicinski sorgte für den Stand nach 40 Minuten (38.). Deggendorfs Gegenwehr erschöpfte sich auf ein Minimalprogramm. Nicht einmal 33 Sekunden mit zwei Mann weniger brachten die Regensburger in größere Nöte. Im Gegenteil: Bei vier gegen fünf fuhren Martin Ancicka und Petr Fical im Duett einen gefährlichen Konter, erst im Gegenzug tat Nicolas Sochatsky selbiges – und scheiterte dabei am stets aufmerksamen Martin Cinibulk.

Anders als in den ersten beiden Dritteln aber fiel diesmal in der zweiten Hälfte des letzten Abschnitts keine EVR-Tore mehr – auch, weil der die Gastgeber vier Strafzeiten kassierten und dabei Martin Cinibulks der Shut-out durch die Lappen ging, als Ancicka draußen saß und Thomas Vogl in Überzahl traf (54.).

 

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