Ursachensuche für den Rückgang bei der Jugend
Kreisjugendwart Richard Rosenkranz appelliert an die Kreisvereine, Jungenteams ihrer Spielstärke nach zu melden.
Der Tischtennissport fasziniert im Landkreis Schwandorf viele Kinder und Jugendliche.
Wackersdorf.
Fast alle Vereine, die Jugendarbeit betreiben, waren beim Tischtennis-Kreisjugendtag im Schwimmbad-Café vertreten. Mit dem Verlauf der Saison 2011/12 im Jugendsport zeigte sich der Kreisjugendwart zufrieden. Doch der Rückgang um fünf Mannschaften, so Rosenkranz, dürfe nicht ignoriert werden. Die Vereine, die kein oder nur ein Jugendteam im Spielbetrieb haben, sollten zukünftig wieder mehr Engagement bei der Nachwuchsarbeit entwickeln.
Die Mini-Meisterschaften auf Kreis- und Bezirksebene sind für den Kreis Schwandorf erfolgreich verlaufen. Dass auch drei Minis die Teilnahme am Bayernentscheid schafften und zwei davon – Celina Gnann (TSV Stulln, AK III) und Christina Niederalt (DJK Ettmannsdorf, AK II) – mit Bronze belohnt wurden, zeugt von einer erfolgreichen Jugendarbeit, so Rosenkranz. In diese Rubrik sei auch der Aufstieg des 1. Mädchenteams der DJK Ettmannsdorf in die Bayernliga einzuordnen, stellte der Kreisjugendwart heraus.
Bedauerlich und ärgerlich ist es nach Meinung von Rosenkranz, dass die TTR-Problematik immer noch ein Thema ist. „Dass der BTTV vielleicht zu kleinsten Änderungen bereit ist, aber die Diskrepanz der Minus-Punkteverteilung – Turniere und Punktspiele betreffend – nicht beseitigt werden soll, ist nicht in unserem Sinne. Auch die Funkstille, die in obiger Sache zwischen mir und dem Tischtennisbezirk Oberpfalz herrscht, ist mehr als bedauerlich“, so Rosenkranz.
Kreisvorsitzender Heinrich Schnorrer ist auch der Meinung, dass der drastische Rückgang der Jugend bei den Kreisturnieren in erster Linie den TTR- Punktesystem zuzuschreiben ist. Gerd Stopfer (TV Wackersdorf) meinte dagegen, dass nicht nur die misslichen TTR-Punkte zum starken Rückgang bei Jugendturnieren beitragen: Auch die die immer noch sinkende Kinderzahl und der Stress, den viele Nachwuchsspieler in der Schule haben, könnten zu verminderten Teilnehmerzahlen bei Nachwuchsturnieren führen.
Ausführlich diskutierten die Jugend- bzw. Abteilungsleiter auch über die Spielkassen-Einteilung bei den Jungen für die Saison 2012/13. Rosenkranz dazu: „Ich telefoniere heuer, wenn die Mannschaftsmeldefrist abgelaufen ist, nicht wieder 24 Stunden lang, nur um drei Vereine zu überreden, in der 1. Kreisliga Jungen zu starten, wo sie ihrer Spielstärke nach auch hingehören“. Wenn nach Ablauf der Meldefrist für die 1. Kreisliga Jungen wieder nur fünf Jungenteams gemeldet werden sollten und die Bemühungen scheitern, die Liga auf 8 Mannschaften aufzustocken, entscheide der Jugendausschuss nach der Wettspielordnung, kündigte Richard Rosenkranz an. Diese sieht dann vor, eine 1. Kreisliga mit den Gruppen A, B und C zu bilden – ideal dafür wären 24 Mannschaften. Diskutiert wurde auch, künftig das 2. Kreisranglistenturnier an einem Tag und bei einem Ausrichter zu starten.

