EVR erwartet eine Rekordkulisse
Regensburger können heute in Duisburg zum Auftakt der Playoffs Werbung für das Sonntags-Heimspiel machen.
Die nächste Runde im Playoff-Gerangel: Nach Südmeister Peiting folgt für Marcel Brandt (r.) und Co. ab heute auf deutscher Ebene Duisburg. Foto: Nickl
REGENSBURG.
Der Zuschauerrekord des EV Regensburg für diese Saison stammt vom 6. Januar: In einem von heuer nur vier Spielen mit über 2000 Fans in der Donau-Arena sahen 2616 Zuschauer einen Derby-Penaltysieg des EV Regensburg gegen Selb. Nach der spektulär gegen Peiting gewonnenen Serie könnte am Sonntag (18 Uhr) gegen den EV Duisburg in den bundesweiten Oberliga-Playoffs erstmals die Drei vorne dranstehen: „Wir würden uns freuen, die 3000er-Grenze knacken zu können“, sagt EVR-Spielermanager Sven Gerike.
Bestimmt würde ein gutes Ergebnis heute Abend (19. 30 Uhr) zum Auftakt der Serie bei den Füchsen die Kartennachfrage und Euphorie (Gerike: „Die Woche hat allen gutgetan“) noch zusätzlich forcieren. Das EVR-Team bricht heute um 9 Uhr in Deutschlands Westen auf. „Um Sein oder Nichtsein geht es nicht mehr. Jetzt wollen wir, soweit es geht, kommen, genießen und alles aufsaugen“, sagt Trainer Stefan Schnabl, dem als Nachwuchstrainer ein äußerst intensives Coaching-Wochenende ins Haus steht (siehe Zusatzformat) – und es ja am Dienstag schon wieder zu Spiel drei nach Duisburg geht.
Geplant haben die Regensburger nicht, ihr Erfolgsteam groß zu ändern. „Mit den Freistellungen für Arbeit und Schule sieht es gut aus“, sagt Sven Gerike, berichtet allerdings auch von lädierten Spielern. „Mal sehen, wer letztlich spielen kann und wer nicht.“ Hoffnung besteht auch, dass Verteidiger Leopold Prantl nach seiner Matchstrafe am Sonntag wieder einsetzbar wäre. Gestern fehlte allerdings noch die amtliche Bestätigung des Verbandes für die Zwei-Spiele-Sperre.
Wegen der personellen Ungewissheit war auch die Anzahl der Förderlizenzspieler aus Straubing nicht endgültig. „Ganz sicher ist nur Max Englbrecht dabei“, sagt Gerike. „Aber im Tor bleibt natürlich Jonas Leserer“, dem Stefan Schnabl eine „brutale Serie gegen Peiting“ attestiert. Auch aus Duisburg kam bei den Erkundigungen die Erkenntnis, dass die Füchse in Björn Linda (22) auf einen überragenden Torwart bauen. Ansonsten rechnet Schnabl mit einer „jungen, wilden Mannschaft, gegen die wir die ersten Minuten überstehen müssen“.
Auch Sven Gerike ließ Kontakte spielen, um an Informationen zu kommen – zum Beispiel in Kassel oder bei seinem Bruder Lars, der in Königsborn aktiv ist. Das Ergebnis: „Die Voraussetzungen dieser Teams waren sehr unterschiedlich, aber über die Stärken waren sich alle einig. Duisburg spielt mit vier Reihen Vollgas und ist eine der schnellsten Mannschaften der Liga. Sie treten so ähnlich auf wie Bad Tölz.“ Gegen die Oberbayern gewann der EVR zwei von vier Spielen. Vielleicht geht die Euphorie ja weiter.

