Viele Gespräche für Alexej Sulak und Co.
Rewag unterstützt EVR weitere drei Jahre, der neue Trainer bastelt eifrig an dem neuen Oberliga-Kader.
Frohe Gesichter bei der EVR-Trainer-Vorstellung in den Rewag-Räumen in Regensburg: Sven Gerike, Stefan Schnabl, Harald Hofmeister, Norbert Breidenbach, Alexej Sulak, Christian Köcher und Peter Wolfrum Foto: Wotruba
REGENSBURG.
Er spricht und spricht und spricht. Das ist momentan die wichtigste Aufgabe von Alexej „Leos“ Sulak. Gestern Mittag wurde der neue Eishockeytrainer des Oberligisten EV Regensburg, der zusammen mit Stefan Schnabl im Nachwuchs (ab 1. Juli) hauptamtlich agiert und die sportliche Leitung innehat, in den Räumen des Energieversorgers Rewag der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt. Danach reihten sich bis zum Abend die Gespräche mit den Spielern aneinander.
„Es ist wichtig, dass der Coach mit den Leuten unter vier Augen redet und nicht nur am Telefon“, sagt Sven Gerike, der jetzt als Marketingleiter fungiert. Unter anderem mit Stefan Schnabl hatte sich Sulak, der in der Nähe von Koblenz wohnt, schon vergangene Woche ausgiebig besprochen, wohin die Reise gehen soll. „Dass wir unser Auftreten in der Hauptrunde verändern wollen, da sind wir einer Meinung“, sagt Gerike, der Dritte im Bunde. Wohin genau hätten Norbert Breidenbach und Peter Wolfrum aus dem Rewag-Vorstand, die den EVR für weitere drei Jahre unterstützen, gerne gewusst. „Dazu müssen wir erst den Kader bilden und schauen, wie stark die Konkurrenz ist“, meinte Gerike.
Beim EVR stehen nach wie vor Entscheidungen aus. Die wichtigste Frage im Nachwuchs: Entweder es gibt ein Juniorenteam in der Bundesliga oder eine 2.Mannschaft in der Landesliga. Um den Meldeschluss nicht zu versäumen, sind die Junioren zwar gemeldet, der Tenor aber war, die Tendenz gehe eindeutig zu einem Landesliga-Team der Senioren, das als Unterbau der ersten Mannschaft dienen soll.
Insgesamt gilt es, die Etatfrage zu beantworten, um die Kosten für zwei hauptamtliche Trainer und die sportliche Herausforderung nach dem Aufstieg in die Nachwuchs-Eliteliga DNL, in der Klubs wie Mannheim oder Berlin mit einem Etat jenseits der Million arbeiten, zu meistern und die nötigen Umstrukturierungen auf den Weg zu bringen. „Wir können nichts draufpacken, sondern müssen umverteilen“, sagt EVR-Vorstand Christian Köcher. „Wir suchen Einsparungsmöglichkeiten und haben auch Kleinigkeiten gefunden, die sich summieren.“
Dass Leistungsträger wie Martin Ancicka oder John Sicinski gehalten werden sollen, hat Alexej Sulak schon signalisiert, auch dass Aufsteiger Marcel Brandt „ganz, ganz oben auf der Liste“ steht. Bei Torhütern oder Ausländerpositionen soll es „einfach nur gut sein. Die Frage ist, ob wir bei den Torhütern eine Nummer eins besetzen. Andererseits wäre das nicht nötig, wenn er so hält wie in den Playoffs“, sagt Sulak. Er wird erst einmal noch viel reden in diesen Tagen.

