EVR-Nachrichten 13.07.2012, 19:40 Uhr

„Ich weiß nicht, wo das Ende ist“

Seit 1. Juli ist Stefan Schnabl hauptamtlich beim EV Regensburg tätig. Claus Wotruba sprach mit ihm und Sven Gerike über die Nachwuchs-Erfolge 2012.

Die Eishockey-Jugend zerrt auch an den ganz Großen des Eishockeys in Deutschland: Hier sind es die Schüler gegen Mannheims Jungadler. Foto: Schmeilzl

Die Eishockey-Jugend zerrt auch an den ganz Großen des Eishockeys in Deutschland: Hier sind es die Schüler gegen Mannheims Jungadler. Foto: Schmeilzl

Der EV Regensburg feiert im August sein 50-jähriges Bestehen – und war 2012 mit zwei deutschen Meistertiteln und dem Aufstieg in die Eliteliga DNL nie so erfolgreich wie heuer. Was hinter den Erfolgen steckt, weiß keiner so genau. Die Trainer müssten es ja wissen, oder?

Sven Gerike: Das ist ist nicht nur ein Produkt der vergangenen vier Jahre, in denen wir das gesamtverantwortlich machen. Das hat mit dem Bau der Donau-Arena angefangen, als zwei Eisflächen zur Verfügung standen. Und es haben ein paar Bausteine immer besser ineinander gegriffen. Da hängt mehr dran, als man von außen sieht. Wenn der Stefan bisher Dienstschluss hatte in der Arbeit, dann hat er sich bis spät in die Nacht um zwei, drei Mannschaften gekümmert.

Dann kommt jetzt der nächste Baustein. Seit 1. Juli ist der Traum des Stefan Schnabl Realität, aus dem Hobby wird eine feste Anstellung. Was ändert sich?

Stefan Schnabl: Das ist der positive Effekt aus den Erfolgen, dass ich jetzt diese Möglichkeit bekomme. Das geht jeden Tag um neun Uhr morgens los. Ich kann mit Spielern sprechen, Sven unterstützen, einmal die Woche im Internat vorbeischauen...

Internat ist ein Stichwort. Kaum jemand weiß, dass dort neben Baseballern auch Eishockeyspieler untergebracht sind.

Gerike: Stimmt. Das wissen viele nicht, aber ohne Internat ginge es nicht. In Eishockey-Deutschland hat es inzwischen einen sehr guten Ruf. Wir hatten zuletzt sechs Spielern dort. Zur neuen Saison werden es neun sein. Früher hatten wir das Problem, dass uns die besten Spieler verlassen haben, weil es woanders besser ist. Jetzt wollen sehr, sehr viele kommen, und es ist eher so, dass Spieler aufhören, weil sie diesen Leistungssport, den wir ab der Schüler-Bundesliga machen, gar nicht mitgehen wollen.

Gibt es Eishockey als Breitensport beim EVR überhaupt noch?

 

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